SABA-Bildungsstipendien für MigrantinnenSABA

SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen

„Frauen stärken durch Bildung“ – dieser Auftrag stammt von der Stifterin selbst. Ulrike Crespo hat sich im Zuge ihrer eigenen akademischen Ausbildung stark mit emanzipatorischen Ideen sowie mit den praktischen Sorgen und Nöten von Frauen auseinandergesetzt. SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen ist ein Ergebnis dieser Auseinandersetzung und der Stifterin seit 2006 ein Herzensanliegen.

Das Programm basiert auf der Einsicht, dass mangelnde Sprachkenntnisse und verschiedene sozio-ökonomische Hemmnisse besonders Frauen benachteiligen. Im Gegensatz zu Männern steht ihnen bei fehlenden formalen Qualifikationen nur ein schmales Segment des Arbeitsmarktes offen. Die Jobs, in denen sie arbeiten können, sind meist prekär. Hinzu kommt die Kinderbetreuung, die fast immer die Frauen schultern müssen und die ihre berufliche Flexibilität stark einschränkt.

Die Crespo Foundation ermöglicht deshalb Frauen aus dem Rhein-Main-Gebiet im Alter zwischen 18 und 35 Jahren einen Schulabschluss. Die Förderung kann sich über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren erstrecken und umfasst die Kosten für die Schule, die Anfahrt und auch für die Kinderbetreuung. Die Stiftung kann zusätzlich die Anschaffung von Schulmaterialien, Nachhilfeunterricht und weiterführende Kurse finanzieren. Zudem ermöglicht sie den Stipendiatinnen die Teilnahme an Gruppenschulungen und -trainings, berät bei der Berufs- und Lebensplanung und weckt Talente durch Ausrichtung eines Kreativprojekts.

Kerngedanke von SABA ist aber auch, dass in einer hochindividualisierten Leistungsgesellschaft jede*r selbst für ein gelingendes Leben Verantwortung trägt. Bewerberinnen sollten ein Ziel haben oder zumindest den starken Willen verspüren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mit SABA hat die Crespo Foundation den Anschub geleistet für viele späte Bildungskarrieren. Mittlerweile haben 15 Frauen ihr (Fach-)Abitur erreicht, 65 ihren Hauptschulabschluss und 79 ihren Realschulabschluss. Von den bislang 215 geförderten Frauen – 30 befinden sich aktuell noch auf dem Weg zu ihrem Abschluss – haben rund 75 Prozent nach dem Schulabschluss mit einer Ausbildung bzw. weiterqualifizierenden Maßnahme begonnen.

Unter den Absolventinnen befinden sich mittlerweile erfolgreiche Verkäuferinnen, Krankenpflegerinnen, Physikerinnen, Kauffrauen für Büromanagement, Erzieherinnen, (Zahn-)Medizinische Fachangestellte, Bauingenieurinnen, Radiologie- und Laborassistentinnen, Bioverfahrenstechnikerinnen, Augenoptikerinnen, Altenpflegehelferinnen, PTA, Köchinnen, Verwaltungsfachangestellte, Speditionskauffrauen und Pflegewissenschaftlerinnen.

Doch die Crespo Foundation definiert den Erfolg von SABA nicht nur nach Noten und Quoten. Die Frauen sollen vielmehr dazu ermutigt werden, ihren Weg selbstbestimmt zu wählen. Auch die Entscheidung für ein Leben in der Familie kann ein Erfolg sein, weil auch die Kinder von der Bildung der Mutter profitieren. Schließlich setzt SABA auf Nachhaltigkeit und Netzwerkbildung: Etwa 70 Prozent der Stipendiatinnen eines Jahrgangs entscheiden sich, im Aufbauprogramm SABA Mentoring ihren Weg mit der Stiftung weiterzugehen.

Unsere Freunde & Förderer

SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen ist ein Programm der Crespo Foundation. In Kooperation mit dem Zonta Club Aschaffenburg werden zusätzliche Stipendien in Aschaffenburg vergeben. Ein Transfer mit Partner*innen in weitere Städte ist möglich.

Wir danken Clifford Chance Deutschland LLP, Frankfurt, für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit, u.a. im Rahmen der SABA-Sprachpatenschaften.

Zudem danken wir dem Inner Wheel Club Frankfurt, der Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession, dem Zonta Club Alzenau und dem Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main für die großzügigen Spenden.


Bei Fragen und Anregungen steht Cora Stein unter Telefon 069/2710795-14 oder per E-Mail an cora.stein@crespo-foundation.de gerne zur Verfügung. Frau Stein ist Referentin der Crespo Foundation und Kulturanthropologin mit langjähriger Expertise in der interkulturellen Bildungsarbeit mit Frauen und Migranten.