18. December 2025

Vielfalt stiften

Hospitantin Amy Fischer im Interview

Für drei Monate war Amy Fischer im Rahmen von „Vielfalt stiften“ Hospitantin im Bereich Kultur & Bildung der Crespo Foundation. Zu ihren Erfahrungen in dieser Zeit hat sie uns vier Fragen beantwortet.

„Vielfalt stiften“ ist ein Programm der Deutschlandstiftung Integration (DSI). Gemeinsam mit Partner:innen setzt sich die DSI dafür ein, ein Stiftungswesen zu schaffen, in dem alle Bevölkerungsgruppen gleichberechtigt und repräsentativ in Schlüsselpositionen vertreten sind.

„Vielfalt verstehe ich als Chance, zu lernen, zu wachsen und Neues zu gestalten. Je mehr Perspektiven es gibt, desto wertvoller und nachhaltiger ist die Zusammenarbeit – so denke ich.“

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Amy Fischer

Vier Fragen an Amy Fischer

Was bedeutet „Vielfalt stiften“ für Sie?

Für mich bedeutet „Vielfalt stiften“ im besten Fall, Mehrperspektivität in unserer diversen Gesellschaft wahrzunehmen, zu integrieren, zu fördern und sichtbar zu machen. Vor allem gemeinnützige Organisationen, Initiativen und Stiftungen adressieren die breite Gesellschaft und das Gemeinwohl und sollten dem Anspruch der Vielfalt gerecht werden. Vielfalt verstehe ich als Chance, zu lernen, zu wachsen und Neues zu gestalten. Je mehr Perspektiven es gibt, desto wertvoller und nachhaltiger ist die Zusammenarbeit – so denke ich.

Was hat Sie motiviert, sich für „Vielfalt stiften“ zu bewerben?

Das Stipendium „Vielfalt stiften“ der Deutschlandstiftung Integration (DSI) in Kooperation mit der Crespo Foundation war sehr vielversprechend. Neben der Hospitation klang auch das Begleitprogramm der DSI für mich als Bachelorabsolventin im Übergang bereichernd. Die Ausrichtung der Crespo Foundation mit künstlerischer und kultureller Förderung überschnitt sich zudem mit meiner ehrenamtlichen und wissenschaftlichen Arbeit.

Mit welchen Erwartungen sind Sie in die Hospitation gestartet — und was hat Sie besonders überrascht oder beeindruckt?

Ich bin mit der einzigen Erwartung gestartet, so viel wie möglich mitzunehmen und zu lernen – und diese wurde vollständig erfüllt. Überraschend war für mich die sehr transparente und offene Einbindung in alle Prozesse sowie die Bereitschaft, mich für drei Monate als vollwertiges Teammitglied zu integrieren. Das umfassende Onboarding ermöglichte es mir, das Team und das Haus schnell kennenzulernen und aktiv mitzuwirken. Auch die hohe Eventdichte und die Möglichkeit, an diversen kulturellen Angeboten teilzunehmen, haben mich positiv überrascht.

In welchem Bereich haben Sie mitgearbeitet — und was können Sie für sich mitnehmen?

Ich bin im Bereich Kunst und kulturelle Bildung tätig und konnte vieles mitnehmen: von Einblicken und Teilhabe an diversen Meetings mit unterschiedlichen Kooperations- und Förderpartner:innen zu Strategie, Eventplanung und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur aktiven Unterstützung im Open Space bei der Ausstellung „Die Zeit hat kein Zentrum“. Zudem erhielt ich Einblicke in die Koordination des WORTMELDUNGEN Literaturpreises sowie in Besprechungen und Außeneinsätze im Rahmen des „Fliegenden Künstler:innenzimmers“ in Ginnheim und Preungesheim. Darüber hinaus habe ich viel über die Stiftungswelt, Strukturen, Organisationsentwicklung und Teambuilding gelernt.