7. Juli 2026
Neue Initiative: „Sicherheit von Anfang an“
Für mehr Kinderschutz im digitalen Raum
Eigentlich ist das selbstverständlich: Kinder und Jugendliche bewegen sich ständig in der virtuellen Welt, also müssen sie auch dort geschützt werden. Trotzdem greifen entsprechende Gesetze zum digitalen Kinderschutz zu kurz oder werden nicht ausreichend durchgesetzt. Die Folgen sind gravierend: Rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland nutzen digitale Medien auf riskante Weise. Sie leiden unter Onlinesucht; dazu kommen Porno-, Social-Media-, (Glücks-)spiel- und Kaufsucht.
Gemeinsam mit der Schöpflin Stiftung haben wir deshalb eine neue Initiative ins Leben gerufen. Mit „Sicherheit von Anfang an“ stärken wir zivilgesellschaftliche Akteure, die sich für eine konsequentere Durchsetzung und Weiterentwicklung bestehenden Onlinerechts einsetzen. Heranwachsende sollen sich im digitalen Raum frei und kreativ bewegen können — und dabei vor Gewalt, Desinformation oder Onlinesucht besser geschützt werden. Dazu investieren beide Stiftungen in den kommenden fünf Jahren jährlich 800.000 Euro.
Junge Menschen haben ein Mitspracherecht
Obwohl das Thema Kinder und Jugendliche direkt betrifft, betrachten viele das Wissen und die Erfahrung von Heranwachsenden bislang als nebensächlich. Das möchten wir ändern. Die meisten Kinder und Jugendlichen wünschen sich mehr Schutz vor Onlinesucht und gefährlichen Inhalten — während sie gleichzeitig das Netz selbstständig nutzen und nicht ausgeschlossen werden wollen. Daher setzen wir mit „Sicherheit von Anfang an“ auf eine strukturierte, kontinuierliche Einbeziehung von Organisationen der Jugendbeteiligung. Denn Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf beides: Schutz und Teilhabe an der digitalen Welt.