Mi.30.09.

2026

WORTMELDUNGEN Lesung mit Katherina Braschel: „Heim holen“

Datum
30.09.2026
Uhrzeit
19:30 Uhr
Ort

Open Space

Weißfrauenstraße 1—3
60311 Frankfurt

Kosten

Eintritt frei

Über Vertreibung, SS-Mitgliedschaft und familiäre Tabus

Katherina Braschel erzählt in ihrem Debütroman „Heim holen“ einfühlsam eine Familiengeschichte von Flucht, Vertreibung und Schuld. Die Protagonistin Lina wächst in der traditionsbewussten Community donauschwäbischer Vertriebener in Salzburg auf. Je mehr sie sich aus der engen Gemeinschaft löst, desto größer werden ihre Zweifel an der Opfererzählung der aus Serbien vertriebenen Großeltern, und desto drängender die Fragen nach der Verwicklung des Großvaters in das Kriegsgeschehen während der deutschen Besatzung Belgrads.

Mit Benno Hennig von Lange spricht die Autorin über ihre familienhistorische Recherche und den Aufbruch familiärer Tabus.

Katherina Braschels Text „ICD-10 - F63.9“ wurde 2019 mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis ausgezeichnet.

Katherina Braschel ( *1992) lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Sie ist zudem Kulturveranstalterin, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2024 war sie Writer-in-Residence der Max Kade Foundation an der Bowling Green State University in Ohio (USA). Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u. a. den Förderpreis der Rauriser Literaturtage (2019), den WORTMELDUNGEN-Förderpreis (2019) und den Limburg-Preis (2022). 2020 publizierte sie den experimentellen Band „es fehlt viel“. „Heim holen“ (Residenz Verlag 2026) ist ihr erster Roman.

WORTMELDUNGEN im Crespo Open Space

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „WORTMELDUNGEN im Crespo Open Space“. Unter dem Titel „Schreiben, was ist. Lesungen und Gespräche zur Gegenwart“ bringt sie Autor:innen mit Künstler:innen und Expert:innen anderer Disziplinen ins Gespräch, um verschiedene Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Themen zu zeigen.

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Foto: A. Pawloff