TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen TELLUS

TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen

Nach einem erfolgreichen zweiten Projektjahr ging das Projekt TELLUS|miteinander lehren – voneinander lernen im August 2018 in die dritte Runde. Für das dritte Projektjahr konnten vier Berufliche Schulen gewonnen werden: Neben der Wilhelm-Merton-Schule und der Philipp-Holzmann-Schule, die bereits seit dem ersten und zweiten Projektjahr dabei sind, sind das die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach und die Brühlwiesenschule in Hofheim. TELLUS leistet damit an den kooperierenden Schulen einen wichtigen Beitrag zur schulischen und beruflichen Integration junger Menschen mit Migrationsgeschichte.

TELLUS richtet sich an Schulformen an Beruflichen Schulen, die von jugendlichen SeiteneinsteigerInnen (Geflüchtete, SpätaussiedlerInnen und Zugewanderte) besucht werden. Durch sprach- und sozialpädagogische Förderung sowie allgemeinbildenden Unterricht wird der Übergang in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorbereitet. Der Schülerschaft bleibt jedoch nur wenig Zeit, um Deutsch zu lernen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Stiftung hat sie daher als besonders förderbedürftige Gruppe identifiziert.

TELLUS ist eng mit dem Sprachförderprogramm InteA verbunden, das im Schuljahr 2015/16 von der Hessischen Landesregierung an Beruflichen Schulen initiiert wurde. In den sogenannten InteA-Klassen werden je 20 Jugendliche durch eine intensive Sprachförderung und allgemeinbildenden Unterricht in die Lage versetzt, auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Diese Aufgabe ist angesichts der heterogenen Zusammensetzung der Gruppen und sehr unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen eine große Herausforderung. 

Um Lehrkräfte und Fachkräfte der Sozialpädagogik zu unterstützen, hat die Crespo Foundation im August 2016 daher gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Frankfurt University of Applied Sciences das Service Learning-Projekt TELLUS aufgebaut. Studierende der relevanten Fachbereiche (Lehramt, Soziale Arbeit, Wirtschaftspädagogik, Erziehungswissenschaften und Psychologie) unterstützen in multiprofessionellen Teams die SchülerInnen und arbeiten eng mit den Fachkräften zusammen. 

Ein Jahr lang engagieren sie sich rund elf Stunden pro Woche im Unterricht, aber auch außerhalb des Klassenzimmers. Sie unterstützen und begleiteten die Jugendlichen etwa beim Schreiben von Bewerbungen, bei Behördengängen oder gemeinsamen Aktivitäten. Damit helfen sie den SchülerInnen, sich im deutschen Schul- und Berufsbildungssystem zurechtzufinden, eigene Perspektiven zu entwickeln und erste Kontakte herzustellen. 

In Schulungen werden die Studierenden auf ihren Einsatz in den Klassen und die damit verbundenen Anforderungen vorbereitet. Eine professionelle Supervision begleitet sie bei ihrer Arbeit. Zudem werden ihre Erfahrungen in Begleitseminaren an den jeweiligen Hochschulen reflektiert. Auf diese Weise können die Studierenden ihre jeweils verlangten Pflichtpraktika absolvieren. Darüber hinaus sammeln sie didaktische und sozialpädagogische Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben. So wird das Projekt zu einem Gewinn für alle Beteiligten: die SchülerInnen, die Studierenden und die pädagogischen Fachkräfte.



Heterogene Klassen, unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen sowie Unterstützungsbedarf in schulischer und beruflicher Hinsicht sind nicht nur in InteA-Klassen, sondern auch in anderen Schulformen gegeben. Seit dem dritten Projektjahr wurde TELLUS daher auch auf weitere Schulformen und Bildungsgänge an Beruflichen Schulen ausgeweitet (z.B. PuSch, BzB, BÜA, BVJ). Im Schuljahr 2018/2019 unterstützen insgesamt 23 Studierende in 16 Klassen an vier Schulen in Frankfurt, Offenbach und Hofheim die Jugendlichen und Fachkräfte in fünf verschiedenen Schulformen. 

Initiatorin von TELLUS ist die Crespo Foundation, die dabei eng mit der Albert und Barbara von Metzler-Stiftung, dem Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und den beteiligten Beruflichen Schulen kooperiert. Begleitet und unterstützt wird das Projekt auch von der Heraeus Bildungsstiftung, der JPMorgan Chase Foundation und Starke Bande – Stiftung für Familientherapie und -hilfe.

Unsere Freunde & Förderer

Wir danken Clifford Chance Deutschland LLP, Frankfurt, für die großzügige pro bono Beratung bei der Entwicklung und Durchführung von TELLUS. 

Für Fragen steht Gianna Wulf, Projektreferentin der Crespo-Foundation, unter Telefon 069/2710 79512 oder per E-Mail an gianna.wulf@crespo-foundation.de zur Verfügung. 

Bewerbungsbogen

Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie möchten sich als Studierende/r aktiv in das Projekt einbringen? Dann füllen Sie dieses Bewerbungsformular aus und senden es an gianna.wulf@crespo-foundation.de

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