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„Wortmeldungen gesucht! Welche literarische Stimme trifft für Sie den Nerv der Zeit?“

Mit diesem Aufruf hat die Crespo Foundation im Juli 2017 folgendes Projekt gestartet:



WORTMELDUNGEN

Literarisch schreiben. Kritisch verorten. 




Der mit 35.000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende deutschsprachige literarische Texte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

 

 „(…) die Literatur kann es sein, die der Gesellschaft ihre noch ungelösten Aufgaben stellt.“ Im Sinne dieses Zitats von Wolfgang Hilbig möchte WORTMELDUNGEN kritische Positionen zeitgenössischer AutorInnen würdigen und einen interdisziplinären Diskurs unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen anstoßen.

Literatur ist ein Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie gibt wichtige Impulse für eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die wegen ihrer Komplexität wortsensibel behandelt werden sollten. Dies gilt umso mehr in Zeiten des Populismus. Nicht zuletzt aus diesem Grund möchte die Crespo Foundation mit WORTMELDUNGEN literarisches Schreiben motivieren, das sich kritisch verortet.

„Welcher Text hat Sie neugierig gemacht? Welcher literarischen Position hätten Sie mehr Aufmerksamkeit gewünscht? Wo vermuten Sie noch verborgene literarische Schätze, die es jetzt zu bergen gilt?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen hat die Crespo Foundation VerlegerInnen, LektorInnen, AgentInnen sowie LiteraturkritikerInnen und -vermittlerInnen dazu eingeladen, bis Ende September 2017 Texte zu empfehlen und einzureichen.

Insgesamt wurden 132 Texte vorgeschlagen – eine prominent besetzte Jury hat diese bis Ende November 2017 gesichtet und ausgewertet. Die Jurymitglieder stammten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten, vertreten waren die FAZ-Literaturkritikerin Sandra Kegel, die österreichische Literaturkritikerin Daniela Strigl, die Schauspielerin Nina Hoss, der Schweizer Literaturwissenschaftler Thomas Strässle, der ZEIT-Journalist Stephan Lebert, die Soziologin Cornelia Koppetsch sowie die Philosophin Elif Özmen.

Aus den eingereichten Vorschlägen hat die siebenköpfige Jury „Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman“ der österreichischen Autorin Petra Piuk ausgewählt. Darin seziert die Österreicherin die Mechanismen von Machtmissbrauch und Sexismus hinter der Fassade einer scheinbar heilen Welt.

Für ihre exzellente literarische Position ist Piuk am 6. Mai 2018 im Rahmen einer Preisverleihung mit Podiumsdiskussion im Schauspiel Frankfurt mit dem ersten WORTMELDUNGEN-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Im Anschluss hat die Preisträgerin eine Fragestellung ausgelobt, mit der ein Förderprogramm gestartet wurde – der WORTMELDUNGEN-Förderpreis.

Der Preis richtet sich an junge NachwuchsautorInnen, die sich, inspiriert von der These der Preisträgerin, literarisch mit deren inhaltlicher Position auseinandersetzen und so den Diskurs zum jeweiligen Thema vorantreiben. Die Bewerbung für den ersten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zum Thema „Hinter dem Zaun – was bringt Heimat zur Sprache?“ erfolgt mit einem entsprechenden literarischen Kurztext von 4 bis 8 Seiten Länge (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) – bis zu drei der GewinnerInnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro.

>> Ausführliche Informationen über WORTMELDUNGEN finden Sie hier!

WORTMELDUNGEN wird bei der Crespo Foundation von Friederike Schönhuth betreut und koordiniert, die Ihnen für Fragen unter Telefon 069/2710795-18 oder per E-Mail an info@wortmeldungen.org gerne zur Verfügung steht.

NACHWUCHSAUTORINNEN AUFGEPASST!

Sie haben Lust, sich mit der Fragestellung „Hinter dem Zaun – was bringt Heimat zur Sprache?“ der WORTMELDUNGEN-Literaturpreisträgerin 2018, Petra Piuk, literarisch und kritisch auseinanderzusetzen? Dann bewerben Sie sich jetzt für den WORTMELDUNGEN-Förderpreis der Crespo Foundation!

Der WORTMELDUNGEN-Förderpreis im Überblick

  • Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wendet sich an deutschsprachige NachwuchsautorInnen, die nicht älter als 30 Jahre sind und noch keine eigenständige literarische Buchpublikation veröffentlicht haben.
  • Damit möchte die Crespo Foundation junge AutorInnen motivieren, gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu nehmen und literarische Positionen zu zeitgenössischen Diskursen zu entwickeln. 
  • Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht dabei jedes Jahr eine Frage, die der/die TrägerIn des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises formuliert.


Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie das zugehörige Formblatt finden Sie unter: www.wortmeldungen.org