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„Wortmeldungen gesucht! Welche literarische Stimme trifft für Sie den Nerv der Zeit?“

Mit diesem Aufruf hat die Crespo Foundation im Sommer 2018 bereits zum zweiten Mal in Folge den WORTMELDUNGEN-Literaturpreis für kritische Kurztexte ausgelobt. Der mit 35.000 Euro dotierte Literaturpreis zeichnet herausragende deutschsprachige literarische Kurztexte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen. Er wird jährlich verliehen.

„(…) die Literatur kann es sein, die der Gesellschaft ihre noch ungelösten Aufgaben stellt.“ Im Sinne dieses Zitats von Wolfgang Hilbig würdigt WORTMELDUNGEN kritische Positionen zeitgenössischer Autor*innen und stößt so einen interdisziplinären Diskurs unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen an.

Literatur ist ein Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie gibt wichtige Impulse für eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die wegen ihrer Komplexität wortsensibel behandelt werden sollten. Dies gilt umso mehr in Zeiten des Populismus. Nicht zuletzt aus diesem Grund möchte die Crespo Foundation mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis für kritische Kurztexte künstlerisches und politisches Schreiben auszeichnen, das sich mit gesellschaftspolitisch „brennenden“ Themen unserer Zeit auseinandersetzt.  

In jedem Jahr haben Autor*innen die Möglichkeit, gesellschaftskritische Kurztexte bis zu 25 Seiten Länge bei der Crespo Foundation einzureichen. Auch Verleger*innen, Lektor*innen, Agent*innen, Literaturkritiker*innen und -vermittler*innen sind aufgefordert, Texte vorzuschlagen. Einsendeschluss ist jeweils der 30. September eines jeden Jahres. 

Anschließend werden die eingereichten Texte in Form von Essays, Reden, kurzen Prosatexten oder Erzählungen von einer prominent besetzten Jury gesichtet und ausgewertet. Die Jurymitglieder stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten, im Jahr 2018 waren die FAZ-Literaturkritikerin Sandra Kegel, die österreichische Literaturkritikerin Daniela Strigl, der Schweizer Literaturwissenschaftler Thomas Strässle, der ZEIT-Journalist Stephan Lebert, die Soziologin Cornelia Koppetsch sowie die Philosophin Elif Özmen mit von der Partie.

Aus den eingereichten Texten hat sich die sechsköpfige Jury für die Erzählung „Die Toten von Zimmer 105“ des österreichischen Autoren Thomas Stangl entschieden. In dem Gewinnertext geht es nicht nur um die Themen Alter, Demenz und Sterben, sondern letztlich auch um eine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit. Im Vorjahr hatte die Österreicherin Petra Piuk die Jury mit ihrem Text „Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman“ überzeugt.

Für seine exzellente literarische Position ist Stangl am 25. Mai 2019 ins Schauspiel Frankfurt eingeladen worden, wo er mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet wurde. Mehr noch: Er hat dort eine öffentliche Bühne erhalten, um seine Position im Austausch mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Ökonomie, Soziologie und Kultur vor Publikum zu diskutieren. 

Im Anschluss daran hat der Preisträger eine Fragestellung ausgelobt, mit der der WORTMELDUNGEN-Förderpreis gestartet wurde. Der Preis richtet sich an junge Nachwuchsautor*innen, die sich, inspiriert von der These des Preisträgers, literarisch mit dessen inhaltlicher Position auseinandersetzen und so den Diskurs zum jeweiligen Thema vorantreiben. 

WORTMELDUNGEN wird bei der Crespo Foundation von Dr. Sandra Poppe betreut und koordiniert, die Ihnen für Fragen unter Telefon 069/2710795-21 oder per E-Mail an info@wortmeldungen.org gerne zur Verfügung steht.

>> Hier gelangen Sie zur Webseite vom WORTMELDUNGEN-Literaturpreis!
>> Mehr über den WORTMELDUNGEN-Förderpreis erfahren Sie hier.
>> Aktuelle Informationen über den Preisträger des WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2019 finden Sie hier!

NACHWUCHSAUTOR*INNEN AUFGEPASST!

Neben dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis vergibt die Crespo Foundation einmal jährlich den mit einem Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis an bis zu drei Nachwuchsautor*innen. Damit möchte die Crespo Foundation junge Autor*innen motivieren, gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu nehmen und literarische Positionen zu zeitgenössischen Diskursen zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung wird dabei jedes Jahr eine Frage stehen, die der*die Träger*in des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises formuliert.

Der WORTMELDUNGEN-Förderpreis im Überblick

  • Der Preis wendet sich an deutschsprachige Nachwuchsautor*innen, die nicht älter als 30 Jahre sind und noch keine eigenständige literarische Buchpublikation verfasst haben.
     
  • Die Bewerbung erfolgt mit einem entsprechenden Kurztext von vier bis acht Seiten Länge (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) – bis zu drei Gewinner*innen erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000  Euro.
  • Damit möchte die Crespo Foundation junge Autor*innen motivieren, gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu nehmen und literarische Positionen zu zeitgenössischen Diskursen zu entwickeln.
  • Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht dabei jedes Jahr eine Frage, welche der*die Träger*in des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises formuliert.

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie das zugehörige Formblatt finden Sie unter: www.wortmeldungen.org