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„THOMAS STANGL MIT LITERATURPREIS GEEHRT“, FRANKFURTER RUNDSCHAU, 26.05.2019

Der österreichische Schriftsteller erhält den mit 35.000 Euro dotierten „Wortmeldungen Literaturpreis für kritische Kurztexte“.

Text: Judith v. Sternburg

Der Schriftsteller Thomas Stangl empfiehlt einen desintegrierenden Perspektivwechsel und führt ihn in seiner Erzählung „Die Toten von Zimmer 105“, jetzt im Band „Die Geschichte des Körpers“ erschienen auch durch. Der Perspektivwechsel besteht aber nicht darin, in klassischer dichterischer Virtuosität in eine andere Rolle zu schlüpfen, sondern darin, die „bequeme Beobachterrolle“ (Stephan Lebert in seiner Laudatio) aufzugeben und sich so vollständig wie möglich auf das Erleben einer anderen Figur einzulassen. Im nur leicht übertragenen Sinne – und weil es in der anschließenden Diskussion auch darum natürlich wieder ging – wird damit mein Schrecken völlig uninteressant, wenn mich meine Mutter nicht mehr erkennt. (…)

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