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„MUTTERLAND – DIE WORTMELDUNGEN-PREISTRÄGERIN LEONA STAHLMANN ERZÄHLT VON DER SEHNSUCHT NACH GEBORGENHEIT UND ZUGEHÖRIGKEIT.“, MISSY MAGAZINE, 16.05.2019

Wenn wir den Tag noch nicht benutzt haben, liegt er vor uns wie ein leeres Dokument. Wir könnten frei auf vielen Tasten hineinklappern, was uns einfiele.

Interview: Marie Hecht

Wir könnten es schließen. Unsichtbar im Dokument hat einer schon etwas angelegt. Die Formatvorlage, in der wir klappern. Nicht wie wir wollen, sondern wie es zum Geschäft gehört. Unser Geschäft ist das Klappern: mit flachen Tastaturen, auf denen unsere Fingerspitzen kühl aufliegen, schreiben wir uns in die Ohren und Augen undhinter die Stirnen der anderen. Stirnen, die glatt und kühl sind wie unsere Tastaturen. Auf unseren Arbeitstischen, die glatt und kühl sind, liegen unsere Unterarme auf bis zum Mittag und vom Mittag bis zum Abend und wir spüren unsere Adern blau auf unseren Gelenken sitzen und ihre Wärme an den großen Raum und die Tischplatten abgeben. Unsere Großväter haben Dinge gemacht und verkauft, unsere Väter haben Dinge, die sie kauften, verkauft, und wir verkaufen eine Idee von Dingen, die andere verkaufen; die bloße Vorstellung von etwas: Wir werben. (…)

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