Presse

Der Kultur-Notfallfonds für 2022

Presseinformation der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Kultur und Wissenschaft

++ Frankfurt, 1.3.2022 | Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Crespo Foundation und Ernst Max von Grunelius-Stiftung stocken Notfallfonds auf

Insgesamt rund 600 Frankfurter Kulturschaffenden ermöglichte der Notfallfonds des Kulturdezernates in den vergangenen zwei Jahren das Arbeiten während der Pandemie, sodass die Mittel in jedem Jahr restlos aufgebraucht waren. Auch in diesem Jahr soll der Fonds für die Frankfurter Kulturszene bestehen bleiben, dazu haben die drei Stiftungen Crespo Foundation, Stiftung Polytechnische Gesellschaft und Ernst Max von Grunelius-Stiftung Mittel in Höhe von 90.000 Euro gespendet. Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig rundet aus eigenen Mitteln auf 100.000 Euro auf:
 
„Nach einer kurzen Verschnaufpause in den warmen Monaten des vergangenen Jahres, in denen wir Kunst und Kultur größtenteils sorglos erleben durften und auch alle Kulturschaffenden auf Besserung zu hoffen wagten, wurden wir mit der ‚vierten Welle‘ eines anderen belehrt. Trotz Impfungen, ‚Boostern‘, 3G, 2G und 2Gplus mussten viele Häuser ihre Türen wieder schließen und Produktionen ihre Arbeit einstellen“, sagte die Dezernentin. „Auch mit den kommenden Lockerungen im März ist ein Ende der Pandemie leider nicht in Sicht und so haben wir aufgrund der hohen Nachfrage von Seiten der Frankfurter Kulturszene entschieden, den Notfallfonds weiterzuführen. Ich möchte mich herzlich bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Crespo Foundation und der Ernst Max von Grunelius-Stiftung für ihre erneute Spende bedanken. Ohne diese Stiftungen sowie die Spenden der großartigen Frankfurter Bürgerschaft wäre eine Unterstützung der Frankfurter Kulturschaffenden in diesem Maße nicht möglich“, fuhr die Kulturdezernentin fort.
 
„Ein lebendiges Stadtleben braucht Künstlerinnen und Künstler – auch, weil Kunst und Kultur einen wichtigen Beitrag zur individuellen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung leisten. Unter Pandemiebedingungen ist es wichtig, insbesondere die freie Kulturszene zu unterstützen und rasche, unkomplizierte Hilfe zu schaffen. Deshalb haben wir uns sehr gerne erneut engagiert“, erklärte Prof. Christiane Riedel, Vorstand der Crespo Foundation.
 
„Wir freuen uns, dass es wieder einmal gelungen ist, Kräfte zur Unterstützung der Frankfurter Kulturszene zu bündeln. Viele Kulturschaffende befinden sich nach wie vor in einer existenzbedrohlichen Situation. Umso wichtiger sind in dieser Zeit schnelle Hilfen, wie sie der Kultur-Notfallfonds leistet“, sagte Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
 
„Das besondere Engagement für das kulturelle Leben in Frankfurt war immer schon ein Anliegen maßgeblicher Mitglieder der Familie Grunelius. Diese Tradition fortzusetzen, war eines der Ziele des Stifters Ernst Max von Grunelius. Den Notfallfond für Kulturschaffende der Stadt Frankfurt am Main zu fördern, gehört deshalb heute ebenfalls dazu“, sagte der Vorstand der Ernst Max von Grunelius-Stiftung.
 
Auf „Frankfurt&Culture“, den Kanälen des Kulturdezernates auf Facebook und Instagram, werden regelmäßig beispielhafte Projekte aller Kunstsparten vorgestellt, die aus Mitteln des Notfallfonds umgesetzt werden konnten.
 
Eingehende Anträge auf Mittel des Notfallfonds zwischen 500 bis 5000 Euro prüft das Frankfurter Kulturamt in individueller Rücksprache mit den Künstlerinnen und Künstlern und unterstützt bei der Antragstellung. Auch mehrfache Antragsstellungen sind möglich. Alle Informationen zum Notfallfonds des Kulturdezernates gibt es unter https://kultur-frankfurt.de/ffm-notfallfonds.
 
Der Notfallfonds aus Mitteln des Kulturdezernates wurde Ende März 2020 ins Leben gerufen, als sich abzeichnete, dass eine Vielzahl der Antragsstellenden aus der Kulturszene durch das Raster der Soforthilfemaßnahmen von Land und Bund fielen. Mit Spenden der Crespo Foundation, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Stiftung Giersch, Dr. Nikolaus Hensel, dem Frankfurter Patronatsverein für die Städtischen Bühnen, dem Verein GrieSoß United sowie vielen privaten Spenderinnen und Spendern konnten bis Ende 2021 insgesamt 715.000 Euro an rund 600 Künstlerinnen und Künstler ausgezahlt werden.

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