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„CultureLab“ – ein Bildungsprogramm mit Künstler:innen für Kinder, Jugendliche und Familien in sozialen Einrichtungen

++ Frankfurt am Main, 18.5.2022 | In einer gemeinsamen Initiative mit der Dezernentin für Soziales, Jugend, Familie und Senior:innen, Elke Voitl, stellt die Crespo Foundation 1 Million Euro für ein Bildungsprogramm im Bereich der Sozialen Arbeit zur Verfügung: das „CultureLab“. Ziel des Programms ist die Stärkung von Kindern, Jugendlichen und Familien in erschwerten Lebenslagen in Frankfurt durch Angebote der Kulturellen Bildung.

Das „CultureLab“ will damit die gravierenden Folgen von Corona, Flucht und Armut für die junge Generation abmildern. Es bietet jungen Menschen auf vielfältige Weise Möglichkeiten zu kreativer Betätigung und Ausdruck ihrer Gefühls- und Erlebenswelt.

Fast jedes dritte Kind leidet inzwischen unter psychischen Auffälligkeiten. Betroffen sind vor allem besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche. Genau diese Kinder sollen durch Kultur gestärkt werden. Dazu werden Künstler:innen direkt in soziale Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kommen, um dort ganz unterschiedliche kreative Angebote zu machen – vom Theaterworkshop über Streetdance bis zum Trompeten-Unterricht. Damit ermöglichen sie den Kindern die Entfaltung ihrer Kreativität, neue Begegnungen und Experimentierräume.

Für Sozial- und Jugenddezernentin Elke Voitl ist die Initiative ein wichtiger Impuls zur genau richtigen Zeit: „Kinder wurden in den vergangenen Jahren durch die Pandemie stark eingeschränkt. Im „CultureLab“ mit seinen kulturellen Angeboten können sie sich wieder frei ausprobieren und selbstbestimmt neue Dinge gestalten und entdecken.“

Die Leiterin des Jugend- und Sozialamtes Nanine Delmas betont: “Das „CultureLab“ macht kulturelle Teilhabe für junge Menschen niedrigschwellig, an ihnen bekannten Orten, möglich. Besonders profitieren davon die Kinder und Jugendlichen, denen der Zugang zu anderen Kulturangeboten oft aus unterschiedlichen Gründen verwehrt ist. Langfristig geht es auch darum, die Verankerung von kultureller Bildung in der sozialen Arbeit weiter zu stärken.“

Prof. Christiane Riedel, Vorstand der Crespo Foundation, berichtet, dass die Pandemie Stiftungen wie die Crespo Foundation zu neuen Formaten motiviert: „Mit ‚Kulturerwachen‘ haben wir zusammen mit dem Kulturdezernat Anfang des Jahres schon ein Programm ins Leben gerufen, das die kulturelle Teilhabe aller Bürger:innen in der Stadt stärken wird. „Das ‚CultureLab‘ trägt nun einem weiteren wichtigen Anliegen Rechnung: Wir möchten besonders junge Menschen, die sich in erschwerten Lebenslagen befinden, mit Bildungsangeboten erreichen. Wir sind überzeugt, dass Bildung, und vor allem die Kulturelle Bildung, jeden Menschen stärken kann. Und benachteiligte Kinder und Jugendliche brauchten selten so viel Unterstützung wie jetzt“, so Christiane Riedel.

„Ich freue mich besonders, dass wir in der Zusammenarbeit und mit der Unterstützung der Crespo Foundation eine erfahrene und etablierte Partnerin für dieses wichtige Angebot haben“, ergänzt die Sozialdezernentin. „Was eine Verkürzung des Bildungsbegriffes für Auswirkungen hat, wurde in der Pandemie deutlich. Ganzheitliche Bildung und damit auch Kulturelle Bildung ist wichtiger Bestandteil von Kinder- und Jugendarbeit“, betont Voitl.

Das erstmalige Förderprogramm ist zunächst auf zwei Jahre, aber auf Fortsetzung angelegt. Um einer möglichen Fortführung den Boden zu bereiten, wird „CultureLab“ von Prof. Dr. Werner Thole vom „Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit“ an der Technischen Universität Dortmund wissenschaftlich begleitet.

Künstler:innen, die Interesse haben an dem Bildungsprogramm mitzuwirken, können sich an das Jugend- und Sozialamt wenden: jugend-und-sozialamt (at) stadt-frankfurt.de.

Unter dem Titel „Das CultureLab öffnet die Türen…“ findet eine erste Kick-Off-Veranstaltung bereits Anfang Juli, am 6. und 7. des Monats, statt. Der Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten der Crespo Foundation im Haus des Buches (Crespo Studio) in der Berliner Straße 27 in Frankfurt.

 

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