VIRTUELLE FINISSAGE DER AUSSTELLUNG ULLI CRESPO GRÖNLAND EISKALT

Mit einer virtuellen Finissage ist die Ausstellung ULLI CRESPO GRÖNLAND EISKALT am Sonntag, den 11. April 2021, zu Ende gegangen. Die Fotografie-Ausstellung mit großformatigen und beeindruckenden Aufnahmen aus Ulli Crespos Grönland-Zyklus sowie ihre Schenkung an das MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST sind vom 19. März bis 11. April 2021 im ZOLLAMT MMK in Frankfurt gezeigt worden.

In der Ausstellung ULLI CRESPO  GRÖNLAND EISKALT, die eigentlich für November letzten Jahres vorgesehen war, dann aber Corona-bedingt aufs Frühjahr 2021 verschoben werden musste, waren die zwei Facetten von Ulli Crespo zu sehen: Ulli Crespo, die Fotografin, deren Reise- und Naturdarstellungen bereits in mehreren Bildbänden publiziert wurden. Und Ulli Crespo, die Philanthropin, die mit der von ihr gegründeten Crespo Foundation Künstler*innen und Kunstinstitutionen unterstützte sowie zahlreiche humanitäre und bildungspolitische Förderprojekte initiierte und finanzierte.

„Ulli Crespo hat ihre technische Virtuosität so eingesetzt, dass die Fotografie zur Malerei erweitert wurde. Sie hat nicht im Atelier gearbeitet und ihre Fotos nie nachbearbeitet – ihre Fotos waren wie abgeschlossene Bilder“, sagte Christiane Riedel, Vorstand der Crespo Foundation, in ihrem Kommentar zur Ausstellung. Mit ihrer Fotografie habe sie den Menschen „einen Blick auf den symbiotischen Planeten angeboten und dadurch eine Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur hergestellt“, so Riedel weiter. Michael Satke, langjähriger Lebensgefährte von Ulli Crespo und Stiftungsrat der Crespo Foundation, ergänzte: „Unsere vielen Reisen haben wir meist in einer Doppelfunktion gemacht – um die Welt kennenzulernen und sie zu fotografieren.“

Im Anschluss an die Begrüßung führten Susanne Pfeffer, Leiterin des MMK und Mario Kramer, Sammlungsleiter des MMK, die Finissage-Besucher*innen durch die Schenkung Ulli Crespos an das MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST und stellten einzelne Werke daraus vor. Die Schenkung umfasst Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen von Ilija Bosilj Bašičević, Thomas Bayrle, Joseph Beuys, Miriam Cahn, Walter Dahn, Peter Dreher, Ellsworth Kelly, Teresa Margolles, Meuser, A. R. Penck, Tobias Rehberger, Jeff Wall, Andy Warhol und Franz West.

In Zusammenarbeit mit zwei Musikern des Ensemble Modern und einer Schauspielerin des Schauspiel Frankfurt ist außerdem ein filmisches Begleitprogramm entstanden. Musikstücke von Paul Hindemith und Iannis Xenakis und Texte von Marion Poschmann, Freddy Langer sowie Julius Payer traten so in einen künstlerischen Dialog mit den Grönlandfotografien Ulli Crespos und erlaubten den Zuschauer*innen eine atmosphärische Auseinandersetzung mit den Werken der Fotokünstlerin.

Auch der Mensch Ulli Crespo wurde im Rahmen der Finissage gewürdigt. „Der Austausch und die Begegnung mit Menschen waren Ulli besonders wichtig. Sie war unglaublich empathisch und lustig. Gleichzeitig war sie aber auch sehr naturverbunden, was sich in der Ausstellung widergespiegelt“, sagte Anna von Ballestrem, Kunsthistorikerin und enge Vertraute von Ulli Crespo. „Sie hat die Natur mit dem Auge der Künstlerin gesehen.“

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