TELLUS geht in die nächste Phase 

Kaum ist das neue Schuljahr 2020 für die 28 Studierenden des TELLUS-Programms gestartet, sind auch schon wieder Herbstferien an den jeweiligen Schulen. Dies bietet eine gute Möglichkeit für die Studierenden, ihre Erfahrungen der vergangenen Wochen zu reflektieren. Unterstützt wurden sie hierbei durch einen dreitägigen Schulungsblock der Crespo Foundation, bei dem sich die Teilnehmer*innen des Programms untereinander austauschen konnten. Themen der Schulung waren u.a. Gesprächsführung, Nähe/Distanz und Traumatisierung. 

In zwei getrennten Gruppen mit maximal 15 Personen begann es für die Studierenden mit dem Seminar ,,Ideenwerkstatt“, welches von dem ehemaligen TELLUS-Teilnehmer Niklas Kraft geleitet wurde. Wie der Name schon vermuten lässt, hatten die Studierenden hier die Möglichkeit, Aktivitäten wie z.B. AGs, Ausflüge oder Veranstaltungen für ihre Schüler*innen zu entwickeln. Den Studierenden war die Themenwahl selbst überlassen, wodurch eine vielfältige Mischung aus Projektkonzepten entstand wie zum Beispiel: Trommel-AG, Bewerbungs-AG, Sprach- und Spiel-AG, die Konzeption einer Weihnachtsfeier oder auch die Eröffnung eines TELLUS-Cafés. Natürlich mussten hierbei auch Herausforderungen wie z.B. die Hygieneanforderungen bei der Erstellung der Konzepte beachtet werden. Die Studierenden erhoffen sich durch die Umsetzung der Projekte, ihren Schüler*innen Hilfestellung bei der Überwindung von Sprachbarrieren zu liefern und außerdem als Gesprächspartner*in bzw. Vertrauensperson zu fungieren. 

Weiter ging es mit dem Seminar ,,Gesprächsführung“, das von Coach Heike Tiersch durchgeführt wurde. Durch interaktive Gruppenarbeiten wurden den Studierenden wichtige Führungskompetenzen vermittelt. Schwerpunkte waren unter anderem Körperhaltung und Stimme, denn, um es mit Heike Tierschs Worten zu sagen: ,,Schule ist auch Bühne!“ Außerdem wurden Konfliktsituationen mit Schüler*innen mithilfe von Rollenspielen durchgeführt und anschließend verschiedene Lösungswege wie etwa Klärungsgespräche diskutiert. Insgesamt war das Seminar sehr hilfreich für die Studierenden, vor allem im Hinblick auf ihre berufliche Praxis.

An ihrem letzten Schulungstag wurden den Studierenden Seminare zu den Themen ,,Nähe/Distanz“ von Julia Mordel und ,,Traumatisierung“ von Marie Rössel-Čunović angeboten. Denn es ist gerade in der täglichen Arbeit mit der spezifischen Zielgruppe wichtig, die Studierenden zu diesen Themen zu sensibilisieren und damit adäquat auf ihre Zeit in der Schule vorzubereiten.

Adina Reff (Praktikantin bei der Crespo Foundation)