Nachwuchsautor*innen aufgepasst! Crespo Foundation schreibt WORTMELDUNGEN-Förderpreis 2021 aus

Seit Mittwoch, den 7. April 2021, sind junge Autor*innen aus dem deutschsprachigen Raum dazu aufgerufen, auf die Fragestellung der diesjährigen WORTMELDUNGEN-Literaturpreisträgerin Marion Poschmann „Vom Unsichtbaren schreiben, die Gegenwart sehen. Wie tritt der Klimawandel in Erscheinung?“ zu antworten. Der WORTMELDUNGEN-Förderpreis 2021 ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird bereits zum vierten Mal von der in Frankfurt ansässigen Crespo Foundation ausgelobt.

Bis zum 30. Juni 2021 haben junge Autor*innen bis 30 Jahre Gelegenheit, bisher unveröffentlichte literarische Kurztexte in Form von Essays, Reden, kurze Prosa und Erzählungen einzureichen, die sich literarisch und kritisch mit dem Thema von Marion Poschmann auseinandersetzen. Die Gattung der Rede nimmt dabei eine besondere Position ein: Einer der drei zu vergebenden WORTMELDUNGEN-Förderpreise wird an eine Rede verliehen.

Eine fünfköpfige Jury – besetzt mit Lektor*innen, Literaturkritiker*innen sowie der Literaturpreisträgerin Marion Poschmann – wählt aus allen Einsendungen zehn Texte für die Shortlist aus, die ab September 2021 online unter www.wortmeldungen.org veröffentlicht wird, um die Vielfalt der unterschiedlichen literarischen Bearbeitungen des Themas zu präsentieren. In einer zweiten Sitzung Ende Oktober entscheidet die Jury über die Vergabe des WORTMELDUNGEN-Förderpreises an die drei Gewinner*innen. Die Preisverleihung findet Ende November statt.

Die Jury-Mitglieder im Überblick:
Christian Metz
ist Literaturwissenschaftler, Kritiker und Dozent an der Goethe-Universität Frankfurt, an der er 2008 in Deutscher Literaturwissenschaft promovierte und sich 2015 zum Thema Kitzel. Genealogie einer menschlichen Empfindung habilitierte. Er war Gastprofessor an zahlreichen Universitäten und ist als Literaturkritiker für die FAZ und den Deutschlandfunk tätig. 2020 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er u.a. Poetisch Denken. Die Lyrik der Gegenwart (2018), Kitzel. Studien zur Kultur eines menschlichen Reizes (2020) und Beugung. Poetik der Dokumentation (2020).

Marion Poschmann 
ist Schriftstellerin und Preisträgerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2021. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik und lebt in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für Lyrik und Prosa, zuletzt 2021 den Bremer Literaturpreis für den Gedichtband Nimbus. 2019 hielt sie die Zürcher Poetikvorlesungen und 2020 hatte sie die Kieler Liliencron-Poetikdozentur inne. Ihr Roman Die Kieferninseln stand 2017 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis und 2019 auf der Shortlist des Man Booker International.

Juliane Schindler 
ist Lektorin für Literatur beim S. Fischer Verlag. Sie studierte Literaturvermittlung, Germanistik und Europäische Ethnologie. Nach Stationen beim Literaturverlag Droschl in Graz, dem Literaturfestival lit.COLOGNE, Kiepenheuer & Witsch und dem Eichborn Verlag in Köln arbeitet sie seit 2017 bei S. Fischer. Sie lebt in Köln und Berlin.

Angela Tsakiris 
ist Lektorin im DuMont Buchverlag. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Thea-ter-, Film- und Fernsehwissenschaft absolvierte sie ihr Volontariat im Verlag Kiepenheuer & Witsch. 2009 wechselte sie als Lektorin zu DuMont, wo sie seit 2017 den Bereich der deutschsprachigen Literatur betreut.

Selma Wels 
ist Verlegerin, Kuratorin und Moderatorin. Von 2011 bis 2020 leitete sie den von ihr gegründeten binooki Verlag, der sich auf Übersetzungen aus dem Türkischen spezialisiert hat. Sie wurde als Verlegerin mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2013 mit dem Kurt-Wolff-Förderpreis und dem BuchMarkt- Award Newcomer des Jahres. 2015 stand sie auf der Shortlist des Young Excellence Award, 2017 wurde sie mit dem europäischen Kulturpreis KAIROS ausgezeichnet. 2019 folgte auf der Frankfurter Buchmesse der erste Deutsche Verlagspreis. 

>> Die vollständige Ausschreibung, die Statuten sowie ein Formblatt zum Herunterladen finden Sie hier!