Mit der Performance-Künstlerin Janina Warnk startet „Das fliegende Künstlerzimmer“ in die zweite Runde

Nach einem erfolgreichen Pilotjahr an der IGS Wollenbergschule im mittelhessischen Wetter ist „Das fliegende Künstlerzimmer“ während der Sommerferien „weitergeflogen“ – auf den Schulhof der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule (GCLS) in Ober-Ramstadt, einer Integrierten Gesamtschule mit 1.250 Schüler*innen und ca. 100 Lehrer*innen. Neue Bewohnerin des mobilen Wohn-Ateliers ist die Performance-Künstlerin Janina Warnk, deren Arbeit sich durch gesellschaftskritischen Humor an der Schnittstelle zum kreativen Aktionismus auszeichnet.

„Das Konzept des fliegenden Künstlerzimmers lässt mein Herz höher schlagen!“, so die Kölnerin voller Vorfreude. „Im „fliegenden Künstlerzimmer kann ich meine Arbeitsfelder Schauspiel, Performance und Kunst im sozialen Kontext ideal miteinander verbinden.“ An drei Tagen in der Woche wird Janina Warnk ihr „Haus“ auf dem Schulhof künftig für die Schüler*innen und Lehrer*innen der GCLS öffnen und eine Plattform bieten, um ästhetische Ansätze im Umgang mit Lehrplaninhalten zu erproben und gemeinsam in offenen Ateliersituationen zu experimentieren. 

„Es ist sicherlich für die ganze Schule eine spannende „Erscheinung“, einen „Ort im Ort“ zu haben, an dem andere Regeln herrschen.“, so die Künstlerin. Und sie erhofft sich Regeln, die von den Schüler*innen, Lehrer*innen und der Künstlerin selbst gemacht werden, Regeln, die demokratisch-fließend seien und sich den Prozessen anpassten. Warnk: „Das fliegende Künstlerzimmer“ gestalten wir selber – es wird so zu unserer permanenten Ausstellungslandschaft!“ Sich selbst versteht Warnk dabei zunächst als Inspiratorin, die Spielräume erschafft, für alle öffnet und zugänglich macht.

Inspirierend und wegweisend zugleich sind Warnks eigene künstlerische Arbeiten mit so ungewöhnlichen Titeln wie „Leaving Antropolis“, „Das Lechzen“ oder „50 sharks of grey“. Letzteres ist eine „Hai-Oper“, die von Selbstbefruchtung, Einsamkeit, dem Zerbröseln Europas, Frontex, Liebe und Evolution handelt. Durch Provokation, stilistischen Trash und leichte Zugänglichkeit erhalten Warnks Performances häufig eine Art von „Mitmach-Charakter“, von dem Schüler*innen wie Lehrer*innen gleichermaßen profitieren dürfen.
Über „Das fliegende Künstlerzimmer“

„Das fliegende Künstlerzimmer“ ist ein vollkommen neuartiges Programm der Kulturellen Bildung an Schulen. Ganz im Sinne ihres Mottos „Menschen stark machen“ hat die Crespo Foundation dieses Programm zusammen mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Kultusministerium im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um nachhaltig wirksame Schulentwicklungsprozesse anzustoßen. Die kooperierenden Schulen wollen sich entweder ein eigenes künstlerisches-kreatives Schulprofil erarbeiten oder ein bereits bestehendes Kultur-Profil schärfen.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ gibt ein ganzes Jahr lang die hierfür erforderlichen Impulse und schafft im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne Freiräume zum Erfinden und Ausprobieren. Gleichzeitig ist „Das fliegende Künstlerzimmer“ ein Programm zur Förderung von Künstler*innen, die während ihrer Zeit als Artists-in-Residence eigene künstlerische Projekte realisieren und ihre Kompetenzen in der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterentwickeln können.

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