Die Crespo Foundation feiert den Erfolg der SABA-Stipendiatinnen im Filmmuseum Frankfurt

Für Fatima, die zweifache Mutter aus Frankfurt, waren die vergangenen Monate alles andere als einfach. Unter der Woche drückte die 30-Jährige die Schulbank, am Wochenende widmete sie sich ganz ihren Kindern und ihrem Mann. Ihren Realschulabschluss hat sie im Sommer mit einem hervorragenden Notendurchschnitt von 1,3 bestanden. Am vergangenen Samstag konnte sie nun auch ihr SABA-Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am gleichnamigen Stipendienprogramm der Crespo Foundation entgegennehmen.

Fatima ist eine von 17 erfolgreichen SABA-Absolventinnen des 11. Stipendienjahrgangs, die am Samstag, den 8. September 2018, auf der Bühne des Kinosaals im Filmmuseum Frankfurt ihr SABA-Zertifikat feierlich überreicht bekamen. Bereits rund 180 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren hat die Crespo Foundation seit Einführung des Programms im Jahr 2006 auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg begleitet, mehr als 140 von ihnen haben den Abschluss erreicht, 25 befinden sich noch auf dem Weg dorthin.

Dass dieser Weg beizeiten steinig und holprig ist, verdeutlicht ein von der Crespo Foundation gemeinsam mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt produzierter Video-Blog (kurz: Vlog), der auf der großen Leinwand im Kinosaal gezeigt wurde. Im Mittelpunkt des Vlogs „Aleisha – die Geschichte einer unbekannten Heldin“ steht eine alleinerziehende Migrantin, die den Zuschauern auf ihrem Weg zum Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg in insgesamt zehn Episoden vor allem eins zeigt: dass Migrantinnen in Schule und Beruf überaus erfolgreich sein können – vielen Hürden und Hindernissen zum Trotz!

„Mit dem Vlog wollen wir noch mehr Frauen Mut machen, sich auf das Abenteuer zweiter Bildungsweg einzulassen, so wie Aleisha es getan hat“, betonte Cora Stein, SABA-Projektreferentin bei der Crespo Foundation, anlässlich der Zertifikatsübergabe. Aleishas Traum sei es gewesen, Mechatronikerin zu werden, Fatima habe im August 2018 eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen, andere Frauen des Stipendienjahrgangs werden z.B. Augenoptikerin, Operationstechnische Assistentin und Einzelhandelskauffrau oder beginnen ein Studium. Stein: „Wir sind wahnsinnig stolz auf euch und wünschen euch alles Gute für die Zukunft!“

Im Anschluss an die Verabschiedung der Absolventinnen wurden 17 neue Stipendiatinnen des nunmehr 12. SABA-Jahrgangs begrüßt. Sie stammen aus Afghanistan, Äthiopien, Brasilien, Eritrea, dem Iran, Kasachstan, Kambodscha, Marokko, Pakistan, Rumänien, Syrien und der Türkei. Gemein ist ihnen, dass sie den Mut und die Energie aufbringen, sich auf den Weg zu machen und als Erwachsene den eigenen Bildungsweg fortzusetzen, um in Deutschland eines Tages auf eigenen Füßen stehen zu können. „Was ist das Einzige, das stärker ist als eine Frau? Die SABA-Frauen alle zusammen!“ – so das gemeinsame Fazit aller Frauen.

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Foto: Jessica Schäfer