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ZEHN TEXTE ZUM THEMA KLIMAWANDEL NOMINIERT: SHORTLIST DES "WORTMELDUNGEN-FÖRDERPREISES" STEHT FEST

++ Frankfurt, 15.9.2021 | Zehn junge Autor:innen sind für die Shortlist des WORTMELDUNGEN-Förderpreises 2021 der Crespo Foundation nominiert: Katharina Bauer (Regensburg/München), Melanie Sasha Berger (Wien), Tamara Lisa Fehleisen (Hannover), Iven Yorick Fenker (Berlin/Leipzig), Noah Grossmann (Frankfurt a.M.), Jess (Weingarten), Samuel J. Kramer (Offenbach), Benedikt Kuhn (Lüneburg), Florian Kurz (Ansbach) und Estella Alejandra Tambini Stollwerck (Heidelberg).

Marion Poschmann, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2021, formulierte für den Förderpreis die Frage „Vom Unsichtbaren schreiben, die Gegenwart sehen. Wie tritt der Klimawandel in Erscheinung?“ Mehr als 200 junge Autor:innen antworteten und sandten Texte ein, die sich mit dem Klimawandel und dessen existentiellen Folgen beschäftigen.

Die Jury, bestehend aus Literaturwissenschaftler Christian Metz, Autorin Marion Poschmann, den Lektorinnen Juliane Schindler (S. Fischer Verlage) und Angela Tsakiris (DuMont Verlag) sowie der Kulturvermittlerin Selma Wels, wählte aus den Einsendungen zehn Texte aus, die sich auf völlig unterschiedliche Weise literarisch mit der Klimawandel auseinandersetzen. „Die Bandbreite der Texte, die der Gegenwart ins Auge blicken, war sehr groß. Sie erfassen den Klimawandel in seinen vielfältigen Erscheinungen und wirken wie ein Panoptikum der Ängste und des Gestaltungsmuts junger Autor:innen, die profund belesen und erzählerisch experimentierfreudig sind. Hier wird sensibilisiert für das drängende Thema unserer Zeit; politisiert, immer im Bewusstsein der literarischen Tradition. Diese Texte machen sich nichts vor. Ihre große Aktualität wird durch die Meldungen der letzten Wochen täglich bestätigt. Diese junge Generation schreibt im Wettlauf mit der Zeit.“, so die Jury.

Die Shortlist-Texte sind ab sofort auf www.wortmeldungen.org zu lesen.

Ende Oktober wird die Jury drei Preisträger:innen benennen. Alle nominierten Autor:innen lesen bei der WORTMELDUNGEN-Lesenacht am 26. November 2021 in der Frankfurter Jugendkulturkirche Sankt Peter aus ihren Texten, und die drei Preisträger:innen werden mit dem WORTMELDUNGEN-Förderpreis ausgezeichnet.

 

Die Nominierten

Katharina Bauer (*1991 in Regensburg) ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und lebt in Regensburg und München. Sie studierte Germanistik und Medizin und arbeitet als Ärztin. 2019 war sie Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens, 2020 stand sie im Finale der PULS-Lesereihe des BR. Sie veröffentlichte Texte in den Zeitschriften Lautschrift und Das Prinzip der sparsamsten Erklärung.

Melanie Sasha Berger (*1994 in Wien) lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften am Bodensee und Politische Theorie in New York City. Nach Mitarbeit in demokratiepolitischen Projekten befasst sie sich derzeit kritisch mit einem linken Geschichtsbegriff in Theorie und Praxis.

Tamara Lisa Fehleisen (*1991 in Stuttgart) studierte Internationale Literaturen, Rechtswissenschaften sowie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Zurzeit lebt sie in Hannover und verfasst ihren Debütroman.

Iven Yorick Fenker (*1994 in Hildesheim) ist im Harz aufgewachsen, studierte Theologie in Halle an der Saale und Theater- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er ist Autor, arbeitet als Dramaturg und lebt in Berlin und Leipzig, wo er im Herbst 2021 sein Studium am Deutschen Literatur Institut beginnt.

Noah Grossmann (*1994 in Dannenberg an der Elbe) studierte Germanistik und Rhetorik in Tübingen, anschließend Philosophie in Frankfurt am Main, wo er auch lebt. Er sucht nach einem Vokabular, um greifbar zu machen, wodurch Gemeinschaft gestiftet wird – und inwiefern Kollektivität Chancen und Risiken bedeutet.

Jess (*1992 in Weingarten) studierte Germanistik, Literatur, Kreatives Schreiben und irgendwas mit Medien. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Derzeit in Bodenseenähe anzutreffen.

Samuel J. Kramer (*1996 in Gießen) wohnt in Offenbach und ist Autor, Künstler, Aktivist und studiert Philosophie. 2020 erschien die von ihm edierte Anthologie Poetry for Future. Er tritt weltweit mit seinen Spokenword-Texten auf und entwickelte das im deutschsprachigen Raum einzigartige Lyrik-Livestream-Format close.

Benedikt Kuhn (*1994 in Heidelberg) studierte zunächst Literarisches Schreiben und Philosophie in Leipzig und zurzeit Kulturwissenschaften in Lüneburg, wo er auch lebt. Er arbeitet schriftbasiert in verschiedenen Medien, derzeit gilt sein Hauptinteresse Theoriefiktion sowie zeitgenössischen Formen der visuellen und experimentellen Poesie.

Florian Kurz (*1992 in Koblenz) studierte Literaturwissenschaft und hat bereits während seines Studiums an eigenen Texten gefeilt. Er hat für verschiedene Zeitungen gearbeitet und war Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens. Zurzeit lebt er in Ansbach und widmet sich seinem ersten Romanprojekt.

Estella Alejandra Tambini Stollwerck (*1993 in Worms) lebt in Heidelberg und arbeitet als Psychologin für Systemische Therapie. Parallel promoviert sie zum Unterstützungsbedarf von Schutzsuchenden, die Gewalt in Form von Folter oder Menschenhandel erfahren haben. In ihrer Freizeit schreibt sie Gedichte und Songtexte für ihr Duo.

 

Über WORTMELDUNGEN

Der Literaturpreis für kritische Kurztexte wird jährlich von der Crespo Foundation ausgelobt. Er ist mit 35.000 Euro dotiert und wird für herausragende literarische Kurztexte verliehen, die sich mit aktuellen gesellschafts-politischen Themen auseinandersetzen. Der mit 15.000 Euro dotierte Förderpreis schließt an den Literaturpreis an und soll junge Autor:innen motivieren, in Auseinandersetzung mit dem Thema des Gewinner:innentextes eine eigene literarische Position zu formulieren.

 

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