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WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022 an Volha Hapeyeva verliehen

++ Frankfurt am Main, 20.6.2022 | Die aus Belarus stammende Autorin Volha Hapeyeva erhielt am 19. Juni den mit 35.000 Euro dotierten „WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022“ der Frankfurter Crespo Foundation. Sie wurde für ihren Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ ausgezeichnet, der sich mit der Macht von Sprache und Literatur vor dem Hintergrund eines Lebens in der belarusischen Diktatur und im Exil auseinandersetzt. Die Preisverleihung fand im Schauspiel Frankfurt vor mehr als 100 Gästen statt.

In seiner Laudatio würdigte der Soziologe und WORTMELDUNGEN-Juror Sighard Neckel Volha Hapeyeva: „Aus dem Exil heraus verteidigt Volha Hapeyeva ein Terrain, das von keinem Diktator eingenommen werden kann. Und wenn auch die eigene Heimat diktatorisch okkupiert worden ist, so vermag doch keine usurpatorische Macht überall dort hinzugelangen, wo die widerständige Poesie ein Zuhause finden kann. (…) „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ ist ein ungemein starkes literarisches Dokument, dessen Prämierung mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis 2022 für uns alle ein wichtiges Zeichen setzt.“

In einem Podiumsgespräch zum Thema „Sprache der Macht – Macht der Sprache: Was können Worte in Zeiten der Krise bewegen?“ diskutierte die Preisträgerin mit Philosoph Philipp Hübl, Autor und Journalist Hasnain Kazim und Traumatherapeutin Marianne Rauwald über den manipulativen Gebrauch von Sprache in politischen Machtzusammenhängen und die heilende Funktion von Sprache vor dem Hintergrund von Trauma und Exil. Die Tänzerin Kristina Veit und der Musiker Alexandar Hadjiev brachten eine Performance zur Uraufführung, die sie aus Gedichten der Preisträgerin entwickelt haben. Kulturjournalistin Ariane Binder führte durch den Abend.

Das Podiumsgespräch sowie Ausschnitte der Preisverleihung werden am 26. Juni 2022 um 12:03 Uhr in der Sendung „Literaturland Hessen“ auf hr2-kultur ausgestrahlt.
www.hr2.de/programm/literaturland-hessen/index.html

Der preisgekrönte Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ ist als Band 3 der WORTMELDUNGEN-Reihe im Verbrecher Verlag erschienen.
www.verbrecherverlag.de/book/detail/1095

Ein Auszug aus dem Essay ist bei 54books zu lesen: www.54books.de

Der Preis für kritische Kurztexte wurde in diesem Jahr zum fünften Mal von der Crespo Foundation verliehen. Die als „WORTMELDUNGEN-Literaturpreis“ bekannt gewordene Auszeichnung führt seit diesem Jahr den Namen von Stifterin Ulrike Crespo mit, die 2019 verstarb. Ulrike Crespo war es ein großes Anliegen, aktuelle gesellschaftspolitische Literatur und im Besonderen die kurze literarische Form zu fördern. Die Umbenennung des Preises erfolgt in Gedenken an ihr großes Engagement.

WORTMELDUNGEN ist ein Programm der Crespo Foundation in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt, dem Schauspiel Frankfurt und dem Verbrecher Verlag.

Präsentiert von hr2-kultur, Der Freitag, 54books und Poesierausch.

Der WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte wird jährlich von der Crespo Foundation ausgelobt. Er ist mit 35.000 Euro dotiert und wird für herausragende literarische Kurztexte verliehen, die sich mit aktuellen gesellschafts-politischen Themen auseinandersetzen. Bisher erhielten den WORTMELDUNGEN-Literaturpreis Petra Piuk, Thomas Stangl, Kathrin Röggla und Marion Poschmann.  Der mit 15.000 Euro dotierte Förderpreis schließt an den Literaturpreis an und soll junge Autor:innen motivieren, in Auseinandersetzung mit dem Thema des Gewinner:innentextes eine eigene literarische Position zu formulieren.

Informationen zum Preis:                                             
www.wortmeldungen.org
facebook.com/wortmeldungen
instagram.com/wortmeldungenliteraturpreis

Pressekontakt:                                                                                    
Jutta Büchter (presse@wortmeldungen.org)

 

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