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Preisgekrönter Essay von Volha Hapeyeva erscheint als Buch im Verbrecher Verlag

++ Frankfurt am Main, 31.5.2022 | Der mit dem „WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis“ ausgezeichnete Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ der belarusischen Autorin Volha Hapeyeva erscheint am 1. Juni in der WORTMELDUNGEN-Buchreihe im Verbrecher Verlag.

In ihrem herausragenden Text, der sich mit der Macht von Sprache und Literatur vor dem Hintergrund eines Lebens in der belarusischen Diktatur und im Exil beschäftigt, setzt Volha Hapeyeva „despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen“, so die Jury. „Dabei zielt sie vor allem auf die Kraft der Sprache ab: Sie zeigt, dass Diktaturen Sprachpolitik für ihre Zwecke nutzen, dass sie ihre eigene Sprache etablieren, dass Worte töten können. Und dass Diktaturen Kunst und Poesie unterdrücken, weil sie Mittel des kritischen Denkens sind, die ihnen gefährlich werden können.“

In dem Band sind neben Hapeyevas Essay drei Gedichte von ihr (übersetzt von Matthias Göritz), ein Interview mit der Autorin und die Laudatio auf die Preisträgerin von Sighard Neckel zu finden.

 

Volha Hapeyeva: DIE VERTEIDIGUNG DER POESIE IN ZEITEN DAUERNDEN EXILS

Wortmeldungen 3

ISBN 978-3-95732-532-7

 

Am Freitag 3. Juni veröffentlicht 54books einen Auszug aus dem Essay.

Ebenfalls am 3. Juni ist Volha Hapeyeva live auf Instagram zu erleben. Um 19 Uhr ist sie zu Gast bei Poesierausch. Sie liest aus ihrem Text und spricht mit Juliane Noßack und Stefan Diezmann über Politik und Literatur, ihre Texte und die Macht der Poesie.

 

Der „WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022“ wird am Sonntag, 19. Juni, feierlich im Schauspiel Frankfurt an Volha Hapeyeva verliehen. Die Laudatio hält der Soziologe und WORTMELDUNGEN-Juror Sighard Neckel. In einem Podiumsgespräch zum Thema „Sprache der Macht – Macht der Sprache: Was können Worte in Zeiten der Krise bewegen?“diskutieren Preisträgerin Volha Hapeyeva, Philosoph Philipp Hübl, Autor und Journalist Hasnain Kazim und Traumatherapeutin Marianne Rauwald über den manipulativen Gebrauch von Sprache in politischen Machtzusammenhängen und die heilende Funktion von Sprache vor dem Hintergrund von Trauma und Exil.

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WORTMELDUNGEN ist ein Programm der Crespo Foundation in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt, dem Schauspiel Frankfurt und dem Verbrecher Verlag.

Präsentiert von hr2-kultur, Der Freitag, 54books und Poesierausch.

 

Mehr Informationen zum Preis:                                          

www.wortmeldungen.org

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