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DAS FLIEGENDE KÜNSTLERZIMMER AB DEM SCHULJAHR 2021/22 ERSTMALS AN DREI HESSISCHEN SCHULEN

++ Frankfurt, 31.8.2021 | Mit dem Schuljahresbeginn sind erstmals gleich drei fliegende Künstlerzimmer auf hessischen Schulhöfen im ländlichen Raum gelandet. Die Künstlerinnen Eva Funk, Claudia Sárkány und Christina Wildgrube werden sie jeweils als Artists-in-Residence bewohnen und das gesamte Schuljahr 2021/22 mit den Schüler*innen und Lehrer*innen eng zusammenarbeiten. Die Frankfurter Crespo Foundation hat das Format für kulturelle Bildung im Jahr 2018 gemeinsam mit ihren Partnern – dem Hessischen Kultusministerium (HKM) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) – ins Leben gerufen.

Seit drei Jahren bringt das fliegende Künstlerzimmer erfolgreich Kunst und Kultur direkt zu den Schüler*innen auf den Schulhof im ländlichen Raum und kombiniert ein Artist-in-Residence-Stipendium mit kultureller Schulentwicklung.

„Das fliegende Künstlerzimmer überzeugt durch sein unkonventionelles Lernarrangement. Die Schülerinnen und Schüler sehen die Welt mit anderen Augen und übertragen diesen Blick im Idealfall dann auch auf die anderen Fächer“, erläutert der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

An drei Tagen in der Woche öffnen die Künstlerinnen ihr „Haus“ für die Schüler*innen und Lehrer*innen der jeweiligen Schule. Dann werden die fliegenden Künstlerzimmer Spielfeld für die gesamte Schulgemeinde, um ästhetische Ansätze im Umgang mit den Lehrplaninhalten zu erproben, zu experimentieren, eigene Ideen zu finden und darüber hinaus in offenen Ateliersituationen freie Projekte zu verwirklichen.

„Kunst ist bunt, vielfältig und geht uns alle an: das vermittelt ,Das fliegende Künstlerzimmer‘. Es bringt Kunst zu jungen Menschen in den ländlichen Raum und weckt ihre Kreativität. Gleichzeitig gibt es Künstlerinnen und Künstlern Raum und Zeit, die eigene Arbeit zu intensivieren und zu lernen, wie sie ihr Können an Schülerinnen und Schüler vermitteln“, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

An der Einhardschule in Seligenstadt, einem Gymnasium an der östlichen Grenze des Kreises Offenbach, wird die Künstlerin Christina Wildgrube wohnen und arbeiten. Für die rund 1.100 Schüler*innen hat Wildgrube ein Konzept entwickelt, das ihnen ermöglicht, sich in verschiedenen Formaten und Techniken auszudrücken. „Denn“, so die Künstlerin, „arbeite ich in einem großen Format, fühle ich mich plötzlich groß!“

An der Lüdertalschule, einer verbundenen Haupt- und Realschule im Landkreis Fulda, gastiert die bildende Künstlerin Eva Funk und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den ca. 350 Schüler*innen und 30 Lehrkräften. Ihr ist es wichtig, Gestaltung nicht nur als ästhetische Entscheidung zu denken, sondern darin auch demokratische Möglichkeiten zu entdecken: „Sobald man seine eigene Stimme gefunden hat, kann man sie verwenden und damit auch andere erreichen.“

Auf dem Schulhof der Schule im Emsbachtal in Niederbrechen mit den Schwerpunkten Berufsorientierung und kulturelle Bildung steht das dritte fliegende Künstlerzimmer. Mit an Bord: die Filmemacherin und Performerin Claudia Sárkány. Die Künstlerin hat ambitionierte Pläne. Sie möchte gemeinsam mit den rund 410 Schüler*innen ein Performance-, Film- oder Serienkonzept entwickeln, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckt und am Ende in eine glamouröse Kino-Vorführung mit Tickets, Snacks und rotem Teppich mündet.

„Das fliegende Künstlerzimmer wird erst durch die Beteiligung und das Engagement von starken Kooperationspartner*innen möglich, die damit wesentlich zum Erfolg beitragen!“, bringt Christiane Riedel, Vorständin der Crespo Foundation, die Besonderheit des Formats auf den Punkt.

Während die Frankfurter Stiftung die mobile Architektur für das Künstleratelier auf dem Schulhof realisiert sowie das Künstler*innen-Auswahlverfahren steuert und finanziert, leitet das hessische Kultusministerium die vorbereitende Weiterbildung der Schulen an. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt den*die Künstler*in über ein Arbeitsstipendium in Höhe von monatlich 2.000 Euro sowie einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro. Die Landkreise übernehmen als Schulträger die Organisation und bauliche Vorbereitung vor Ort sowie die damit verbundenen Kosten.

Zu Beginn des neuen Schuljahrs finden an allen drei Schulen Auftaktveranstaltungen statt, bei denen die Künstlerinnen sich mit partizipativen Aktionen der Schule vorstellen und die gemeinsame Zusammenarbeit starten. An folgenden Terminen sind die Schulen dafür auch für die Presse zugänglich und Vertreter*innen der jeweiligen Landkreise, Gemeinden und Kooperationspartner*innen werden vor Ort sein:

03.09.2021, 12:30 Uhr | Schule im Emsbachtal, Brechen
Dietkircher Str.1 / 65611 Brechen
www.schule-im-emsbachtal.de

08.09.2021, 10:00 Uhr | Einhardschule, Seligenstadt
Einhardstraße 72-74 / 63500 Seligenstadt
www.einhardschule.de

07.10.2021 | Lüdertalschule, Großenlüder
Uhrzeit wird noch Dr.-Stieler-Straße 6 / 36137 Großenlüder
bekannt gegeben
www.luedertalschule.de


Über das fliegende Künstlerzimmer

Ganz im Sinne ihres Mottos „Menschen stark machen“ hat die Crespo Foundation das Format zusammen mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Kultusministerium im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um nachhaltig wirksame Schulentwicklungsprozesse anzustoßen. Die kooperierenden Schulen wollen sich entweder ein eigenes künstlerisches-kreatives Schulprofil erarbeiten oder ein bereits bestehendes Kultur-Profil schärfen. Das fliegende Künstlerzimmer gibt ein ganzes Jahr lang die hierfür erforderlichen Impulse und schafft im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne Freiräume zum Erfinden und Ausprobieren. Gleichzeitig ist das fliegende Künstlerzimmer ein Programm zur Förderung von Künstler*innen, die während ihrer Zeit als Artists-in-Residence eigene künstlerische Projekte realisieren und ihre Kompetenzen in der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterentwickeln können.

 

>> Zur Pressemitteilung (PDF)

>> Website von "Fliegendes Künstlerzimmer"