Verleihung des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises an Petra Piuk

Am 6. Mai 2018 ist im Schauspiel Frankfurt erstmalig der WORTMELDUNGEN-Literaturpreis der Crespo Foundation verliehen worden. Preisträgerin ist die Autorin Petra Piuk, die für ihren Text „Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman“ ausgezeichnet wurde. Darin seziert die Österreicherin die Mechanismen von Machtmissbrauch und Sexismus hinter der Fassade einer scheinbar heilen Welt und hinterfragt den Heimatbegriff kritisch.

Der WORTMELDUNGEN-Literaturpreis wird von der Crespo Foundation ausgelobt und ist mit 35.000 Euro dotiert. Der Preis zeichnet herausragende deutschsprachige literarische Texte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen. 

Die Laudatio hielt die österreichische Literaturkritikerin Daniela Strigl, die neben Nina Hoss (Schauspielerin), Sandra Kegel (Literaturkritikerin), Cornelia Koppetsch (Soziologin), Stephan Lebert (Journalist), Elif Özmen (Philosophin) und Thomas Strässle (Literaturwissenschaftler) Mitglied der WORTMELDUNGEN-Jury ist.

Im Zuge der Preisverleihung fand eine Gesprächsrunde statt. Insa Wilke diskutierte mit Petra Piuk, Verleger Jakob Augstein, Literaturkritikerin Daniela Strigl und Autor Feridun Zaimoglu unter der Überschrift „Nein heißt ja… Sprache.Macht.Gewalt.“ über die Rolle von Sprache im Kontext von Gewaltmechanismen – vor allem bezogen auf die Verwendung des Begriffes „Heimat“.

Im Anschluss an die Preisverleihung wurde der WORTMELDUNGEN-Förderpreis ausgeschrieben, der NachwuchsautorInnen dazu aufruft, sich wiederum in der Form von Essays, Reden, kurzer Prosa oder Erzählungen literarisch mit der von Petra Piuk ausgelobten Frage auseinanderzusetzen.

Foto: Jessica Schäfer