Fliegende Künstlerin und Schüler*innen der GCLS entwickeln Creativity Hacks

„Wie gestaltet sich die kulturelle Bildung an Schulen in Zeiten der Corona-Krise?“ – Mit dieser Frage war Janina Warnk als „Fliegende Künstlerin“ konfrontiert, als die Hygiene- und Abstandsregeln plötzlich auch in das fliegende Künstlerzimmer Einzug hielten und der Lockdown digitale Ansätze erforderte. Damit kreativ umzugehen, flink und flexibel umzudenken, und dennoch den Spaß nicht zu verlieren – das gelang der Künstlerin gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen über viele schnell umsetzbare Impulse. Zwei davon wurden filmisch festgehalten und sind nun zur Nachahmung auf der Homepage des Fliegenden Künstlerzimmers als so genannte „creativity hacks“ abrufbar.

Der Begriff Hack stammt ursprünglich aus der IT-Branche. Dort versteht man unter Hacken das Tüfteln im Kontext einer verspielten, selbstbezüglichen Hingabe im Umgang mit Technik – eine Art einfallsreiche Experimentierfreudigkeit mit einem besonderen Sinn für Kreativität und Originalität. Das Wesen eines Hacks ist es, dass er effektiv ist und rasch durchgeführt werden kann, um ein Ziel auf ungewöhnliche und kreative Weise zu erreichen.

Ganz ähnlich funktioniert auch die Methode in Janinas Creativity Hack „Tanz“: Die Schüler*innen begeben sich auf die Suche nach einem gemeinsamen Thema, in diesem Fall „Freundschaft“, die ihnen insbesondere in der Corona-Zeit sehr wichtig erscheint. Dann sammeln sie Schlagworte dazu, fühlen sich anschließend in die Begriffe hinein und entwickeln daraus eine Bewegung. Diese bringen sie sich gegenseitig bei, reihen sie aneinander und schon entsteht ein kurzer Tanz – in nur wenigen Minuten. 

„Also es geht auch ein bisschen um die Schnelligkeit dieser Zeit, glaube ich“, resümiert die fliegende Künstlerin Janina Warnk. „Wenn wir z.B. nur eine Fünf-Minuten-Pause oder eine 15-Minuten-Pause haben – dann mach ich diese Technik oft mit den Kindern … Man kann es wahnsinnig schnell lernen und hat ein schnelles Erfolgserlebnis in Form eines flowigen Tanzes und schnellen Spaß dadurch!“, so Warnk.

Im zweiten Creativity Hack „Maskenbasteln“ hat Janina Warnk die Schüler*innen klassenübergreifend dazu aufgefordert, aus drei Haushaltsgegenständen eine Maske zu bauen. Gemeinsam haben sie die Schulschränke durchwühlt und Schwämme, Alufolie, Nylondraht, Gabeln, Messer, etc. gefunden … Mit diesen Gegenständen wurde dann drauf losgebastelt. „Das ist eigentlich meine Freude: Dass ich diese Entwicklung und diese Kreativität und Offenheit bei den Schüler*innen sehe, auch wenn sie etwas in der Art vorher noch nie gemacht haben!“, freut sich die fliegende Künstlerin. 

Über das fliegende Künstlerzimmer

Das fliegende Künstlerzimmer ist ein vollkommen neuartiges Programm der Kulturellen Bildung an Schulen. Ganz im Sinne ihres Mottos „Menschen stark machen“ hat die Crespo Foundation dieses Programm zusammen mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Kultusministerium im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um nachhaltig wirksame Schulentwicklungsprozesse anzustoßen. Die kooperierenden Schulen wollen sich entweder ein eigenes künstlerisches-kreatives Schulprofil erarbeiten oder ein bereits bestehendes Kultur-Profil schärfen. Das fliegende Künstlerzimmer gibt ein ganzes Jahr lang die hierfür erforderlichen Impulse und schafft im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne Freiräume zum Erfinden und Ausprobieren. Gleichzeitig ist „Das fliegende Künstlerzimmer“ ein Programm zur Förderung von Künstler*innen, die während ihrer Zeit als Artists-in-Residence eigene künstlerische Projekte realisieren und ihre Kompetenzen in der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterentwickeln können.


>> Die Creativity Hacks „Tanz“ und „Maske“ finden Sie hier!

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