Deutschlernen mit der Handykamera: Fotoausstellung mit Peter Loewy eröffnet in Offenbach

Lernen mal anders: Das war das Ziel der von den TELLUS-Studierenden Joolz Schmidt und Niklas Kraft organisierten Foto-AG für InteA-Schüler*innen an der Käthe-Kollwitz-Schule. Die Crespo Foundation holte den Fotografen Peter Loewy mit ins Boot und innerhalb von sieben Wochen entstanden beeindruckende Fotografien, die seit Montag, 3. Juni 2019, in der Stadtbibliothek in Offenbach zu sehen sind. Die Ausstellung „Aus unseren Augen – Wie wir Fotos sprechen lassen“ beschreibt den Blick der Schüler*innen mit Migrationshintergrund auf die Welt und läuft noch bis zum 24. Juni 2019.

Fotografieren und fotografiert werden. Das geht nicht einfach so: Dafür mussten sich die insgesamt 21 InteA-Schüler*innen und Teilnehmer*innen der Foto-AG untereinander absprechen und austauschen. Sie mussten sich selbst organisieren, sich gemeinsam für oder gegen Fotos entscheiden und auf ihre ganz persönliche Top-Auswahl einigen. Das alles auf Deutsch – ist ja klar. Auch die Lehrer*innen der Käthe-Kollwitz-Schule wurden eingespannt und agierten teils als Fotograf*innen, teils als Fotomodelle.

„Das Anwenden der deutschen Sprache erfolgte ganz ohne Buch oder Tafel, sondern mit der Handykamera“, bringt die TELLUS-Studierende Joolz Schmidt das Besondere des Projekts auf den Punkt. Die Schüler*innen hätten die deutsche Sprache als Mittel der Kommunikation über Fotos genutzt, um so ihre Identität, Diversität und Lebenswelt auszudrücken. Die Motive ihres Handelns seien in erster Linie sie selbst, aber auch die Natur und Tiere.

Angeleitet wurden die InteA-Schüler*innen von dem in Israel geborenen Lehrer und Fotografen Peter Loewy, die Ausstellung organisiert hat Kirsten Rüter, Lehrerin an der Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach. Für die TELLUS-Abschlussfeier am 24. Juni wandert die Foto-Ausstellung auf den Campus Westend der Goethe Universität Frankfurt.

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Fotos: Peter Loewy