TELLUS-Vorbildertag an der Wilhelm-Merton-Schule ein voller Erfolg

Insgesamt sieben Auszubildende aus unterschiedlichen Berufszweigen standen Schülerinnen und Schülern beim diesjährigen TELLUS-Vorbildertag am 12. März 2018 an der Wilhelm-Merton-Schule in Frankfurt Rede und Antwort. „Was macht euch an der Ausbildung besonders viel Spaß? Was fällt euch schwer? Wie läuft es eigentlich so in der Berufsschule?“ … waren nur einige der Fragen, die die ca. 150 SchülerInnen von drei Frankfurter Beruflichen Schulen ihren „Vorbildern“ stellten. Vertreten waren „Vorbilder“ aus den Bereichen Pflege, Medizin und Handwerk.

„Die Vorbilder haben an diesem Vormittag nicht nur von ihrer Berufsausbildung, sondern auch von ihrem persönlichen Werdegang davor berichtet“, so Jennifer Mina, TELLUS-Projektreferentin bei der Crespo Foundation. „Das Erlernen der deutschen Sprache oder das Nachholen eines Schulabschlusses sind Herausforderungen, denen sich auch die Vorbilder stellen mussten. Sie haben also Erfahrungen gemacht, die denen der SchülerInnen aus InteA-Klassen, aber auch aus anderen Schulformen der Wilhelm-Merton-Schule, der Gutenbergschule und der Philipp-Holzmann-Schule, durchaus ähnlich sind“, so Mina weiter. „Das war für die SchülerInnen echt motivierend!“

Die SchülerInnen seien sehr wissbegierig gewesen, resümiert Mina den erfolgreichen Vormittag. Neben Fragen zur Ausbildung und Berufsschule hätten sie von ihren „Vorbildern“ natürlich auch wissen wollen, wie viele Bewerbungen diese eigentlich schreiben mussten, um ihren jetzigen Ausbildungsplatz zu finden und was man während der Ausbildung so verdiene. Mina: „Neben wertvollen Tipps und Hinweisen haben die SchülerInnen von den Begegnungen mit ihren Vorbildern vor allem eines mitgenommen: den Mut und die Motivation, ihre Ziele im Blick zu behalten!“

Über TELLUS I miteinander lehren – voneinander lernen
Junge Menschen mit Migrationsgeschichte durch Bildung zu unterstützen – das ist derKerngedanke von TELLUS. Das im Jahr 2016 von der Crespo Foundation ins Leben gerufene Projekt richtet sich an Geflüchtete, Spätaussiedler und Zuwanderer ab 16 Jahren, die als sogenannte Seiteneinsteiger nicht mehr vom Regelschulsystem erfasst werden und denen nur ein kurzes Zeitfenster bleibt, um Deutsch zu lernen und berufliche Weichenstellungen vorzunehmen. Durch intensive Sprachförderung und allgemeinbildenden Unterricht sollen die Jugendlichen ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz bzw. Job in Deutschland verbessern.

TELLUS ist eng verbunden mit dem Sprachförderprogramm InteA, das im Schuljahr 2015/16 von der Hessischen Landesregierung an Beruflichen Schulen aufgelegt wurde. In InteA-Klassen sollen je 20 Jugendliche darauf vorbereitet werden, auf dem deutschen Arbeits- undAusbildungsmarkt Fuß zu fassen. Unterstützung erhalten sie dabei von Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt sowie der Frankfurt University of Applied Sciences, die ihnen im Unterricht, aber auch außerhalb der Schule mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Foto: Jessica Schäfer