TELLUS unterstützt jugendliche MigrantInnen auf ihrem Bildungsweg

Unter jubelndem Beifall haben TELLUS-Studierende und InteASchülerInnen am Dienstag, den 19. Juni 2018, im Audimax der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) gemeinsam ihre erfolgreichen Abschlüsse gefeiert. Im Service-Learning-Projekt TELLUS I miteinander lehren – voneinander lernen der Crespo Foundation wurden die geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen über ein gesamtes Schuljahr hinweg von Studierenden der Frankfurt UAS und der Goethe-Universität Frankfurt intensiv begleitet. Für ihre Hauptschulabschlüsse und bestandenen Sprachdiplome sind die besten SchülerInnen auf der gestrigen Abschlussfeier geehrt worden, die Studierenden bekamen TELLLUS-Zertifikate für ihre erfolgreich absolvierten Praktika überreicht. Wie groß die Wertschätzung für diese einzigartige Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen und Studierenden bei allen Beteiligten war, konnte man dem Jubel im Audimax anhören.

„TELLUS leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund“, so das Fazit von Prof. Dr. Kira Kastell, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Frankfurt UAS, anlässlich der Abschlussfeier. Indem viele Partner an einem Strang zögen, werde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen, so Kastell weiter. Dem pflichtete auch Prof. Dr. Daniela Elsner, stellvertretende geschäftsführende Direktorin der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Goethe-Universität Frankfurt, bei. „Alone we can do so little, together we can do so much!“ zitierte Elsner die amerikanische Schriftstellerin und politische Aktivistin Helen Keller und das sei genau das, was das TELLUS-Projekt auszeichne.

Neben der Frankfurt UAS ist die Goethe-Universität Frankfurt einer der Kooperationspartner der Crespo Foundation in dem 2016 gemeinsam ins Leben gerufenen TELLUS- Projekt. Über das gesamte Schuljahr 2017/2018 hinweg haben 15 Studierende aus den Fachrichtungen Wirtschaftspädagogik, Erziehungswissenschaft, Soziale Arbeit und Lehramt die geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen aus insgesamt 13 InteA-Klassen der Wilhelm-Merton-Schule, der Philipp-Holzmann-Schule sowie der Gutenbergschule innerhalb und außerhalb des Klassenraums mit großem Eifer und viel Elan unterstützt.

Wie wichtig und bereichernd diese Unterstützung für die Jugendlichen, aber auch alle anderen Projektbeteiligten ist, wird auf der gemeinsamen Abschlussfeier deutlich: „Für uns sind die Studis in diesem einen Jahr Teil des Kollegiums geworden: Sie haben uns dabei geholfen, jeden einzelnen InteASchüler persönlich zu fördern“ so die Schulleiterin der Gutenbergschule Ilona Hartmann. „Mein Dank gilt den Studierenden, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen so viel für den Erfolg von TELLUS geleistet haben“, sagte Patrick Siegfried, pädagogische Koordination Jugendhilfe in Schule vom EvangelischenVerein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V. TELLUS sei der beste Beweis dafür, wie Integration erfolgreich gelingen könne, wenn alle Beteiligten die Bereitschaft mitbrächten, von- und miteinander zu lernen, so Siegfried weiter.

„Wir freuen uns auf viele weitere Jahre TELLUS“, so der Ausblick von Jennifer Mina, TELLUS-Projektreferentin bei der Crespo Foundation. Nach den Sommerferien geht das Projekt in die dritte Runde, insgesamt 27 Studierende, erstmals auch PsychologiestundentInnen, sowie vier berufliche Schulenwerden mit von der Partie sein.

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Foto: Nina Werth