Mit „Das fliegende Künstlerzimmer“ startet die Crespo Foundation in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM), dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der IGS Wollenbergschule Wetter im Schuljahr 2018/2019 ein bislang einmaliges Format der Kulturellen Bildung:

Ein eigens dafür entworfenes mobiles Künstleratelier „fliegt“ auf den Schulhof der IGS Wollenbergschule im mittelhessischen Ort Wetter, wo es für ein gesamtes Jahr als „Das fliegende Künstlerzimmer“ gastiert. Darin wohnt und arbeitet der Künstlerstipendiat Jan Lotter als Artist-in-Residence und öffnet an drei Tagen in der Woche sein „Haus“ für die SchülerInnen der IGS Wollenbergschule. 

In enger klassen- und fächerübergreifender Zusammenarbeit mit den LehrerInnen der Schule entwickelt Lotter künstlerische Ansätze, um den Kindern und Jugendlichen neue ästhetische Perspektiven auf die Lehrinhalte zu eröffnen. Gleichzeitig möchte der Künstler die regionale Kulturlandschaft zum lebendigen Austausch in „Das fliegende Künstlerzimmer“ einladen und damit die Schule kommunal und kulturell vernetzen.

Von den Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller als ästhetisch und funktional attraktive Modul-Architektur in Holzbauweise entworfen, wird „Das fliegende Künstlerzimmer“ so zu einem einladenden und inspirierenden außerschulischen Ort mitten auf dem Schulhof.

Ganz im Sinne ihres Mottos „Menschen stark machen“ möchte die Crespo Foundation mit „Das fliegende Künstlerzimmer“ gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern ein Programm der Kulturellen Bildung begründen, das die kulturelle Schulentwicklung hessenweit langfristig vorantreibt und das insbesondere auch im ländlichen Raum realisiert werden kann. Gleichzeitig fördert „Das fliegende Künstlerzimmer“ KünstlerInnen dabei, während ihrer Zeit als Artist-in-Residence eigene künstlerische Projekte zu realisieren und parallel dazu ihre Kompetenzen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterzuentwickeln.

Das HKM unterstützt das Projekt durch besondere Fortbildungsformate sowie eine Prozessbegleitung. So wird die Schule etwa ins Netzwerk der kulturell aktiven Schulen aufgenommen und erhält dadurch die Möglichkeit, an besonderen Angeboten teilzunehmen oder pädagogische Tage durchzuführen. Mit dem Ziel, mehr jungen Menschen die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen, fördert das HMWK den/die KünstlerIn über ein Arbeitsstipendium in Höhe von monatlich 2.000 Euro sowie einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro. Die Crespo Foundation hat unter Federführung der Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller die Entwicklung und Realisierung der mobilen Architektur beauftragt, während der Landkreis Marburg-Biedenkopf für die Organisation vor Ort sowie die Übernahme der technischen Kosten verantwortlich ist.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ auf einen Blick

Laufzeit:
Für jeweils ein Schuljahr gastiert „Das fliegende Künstlerzimmer“ auf dem Schulhof einer weiterführenden Schule in Hessen.

Pilot:
„Das fliegende Künstlerzimmer“ startet im Schuljahr 2018/2019 an der IGS Wollenbergschule in Wetter.

IGS Wollenbergschule Wetter:
Die IGS Wollenbergschule Wetter ist eine Integrierte Gesamtschule, seit 2011 ist sie Ganztagsschule im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Als inklusive Schule der Region ermöglicht sie alle Abschlüsse vom Haupt- und Realschulabschluss über den Übergang in die gymnasiale Oberstufe bis hin zum berufsorientierten Abschluss.

SchülerInnen und LehrerInnen: 
Rund 650 SchülerInnen und 70 LehrerInnen lernen und lehren an der IGS Wollenbergschule in Wetter.

Der Künstler:
Jan Lotter, ausgebildet an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit unter anderem mit sozialen Interventionen. Diese setzt er in seinen Kunstaktionen poetisch-ästhetisch und mit großem menschlichen Gespür um. Dabei überlässt er es den TeilnehmerInnen, sein Angebot als „Kunst“ oder als Einladung zu einem außergewöhnlichen Beisammensein wahrzunehmen.

Das Künstlerstipendium:Richtet sich an KünstlerInnen, deren Arbeit sich durch hohe künstlerische Qualität auszeichnet und die erfahren sind in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen an Schulen. Das Stipendium beinhaltet die Nutzung des Wohn-Ateliers „Das fliegende Künstlerzimmer“ und ist mit einem Lebenshaltungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 2.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält der/die KünstlerIn einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro für seine/ihre eigene Arbeit und die Zusammenarbeit mit den SchülerInnen.

Die Zusammenarbeit von KünstlerIn und SchülerInnen:
In enger klassen- und fächerübergreifender Zusammenarbeit mit den LehrerInnen der Schule entwickelt der/die KünstlerIn an drei Tagen in der Woche künstlerische Ansätze, um den Kindern und Jugendlichen neue ästhetische Perspektiven auf die Lehrinhalte zu eröffnen.

Die Architektur:
Das mobile Wohn-Atelier wurde von den Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller eigens für „Das fliegende Künstlerzimmer“ entwickelt. Durch seine Raumhöhe von 3,50 Metern entspricht es einem lichten und großzügig gestalteten Künstleratelier und ist, zerlegt in vier Module, per Tieflader von Schulhof zu Schulhof transportierbar.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ wird bei der Crespo Foundation von Friederike Schönhuth betreut und koordiniert, die Ihnen für Fragen unter Telefon 069/2710795-18 oder per E-Mail an friederike.schoenhuth@crespo-foundation.de gerne zur Verfügung steht.

>> Zur Webseite von „Das fliegende Künstlerzimmer“ gelangen Sie hier!