Glenkeen Garden

Ort und Umgebung
 

Glenkeen Garden ist ein naturhafter Landschaftspark an der Roaringwater Bay in West Cork, an der Südküste Irlands. Das ca. 30 Hektar große Gelände wurde im Laufe von 20 Jahren von der Stifterin Ulrike Crespo und ihrem Lebensgefährten W. Michael Satke gestaltet. Nach Ulrike Crespos Tod ging es in den Besitz der Crespo Foundation über.
 


Natur

Der Golfstrom, viele Sonnenstunden und mildes Klima lassen in Glenkeen Garden eine ungewöhnliche Vielzahl von Pflanzen gedeihen. Zu dem Gelände gehört ein Küstenabschnitt, der teils flach ins Wasser der Roaringwater Bay führt, teils steiler abfällt und von verschiedenen Wasserpflanzen bewachsen ist. Garten und Ufer bieten einer großen Zahl an Tieren Heimat: nicht nur Vögeln, Füchsen, Ottern sondern zum Beispiel auch einer Robbenkolonie. Unweit von Glenkeen Garden befinden sich die sogenannten „rough lands“, ein naturbelassenes Gelände, das ebenfalls im Besitz der Crespo Foundation ist. Das Gebiet wurde nie bewirtschaftet oder bebaut und von Ulli Crespo auch mit dem Zweck erworben, es in seiner Naturbelassenheit zu erhalten.

Kunst

Künstler:innen wie Peter Kogler, Gunter Damisch, Arie van Selm,David Nash, Gregor Eichinger, Laura Ford und Ulrich Rückriem wurden von Ulrike Crespo und Michael Satke eingeladen, mit ihren Skulpturen die Strukturen des Gartens weiter herauszuarbeiten. Die zentrale Gräserwiese wurde von Piet Oudolf gestaltet, der auch an die High Line in New York entwarf. Mehrere „Stages“, besonders gestaltete Aussichtspunkte, laden zum Verweilen im Garten ein und bieten besondere Blicke in und über die Landschaft.

Die Natur in Glenkeen Garden war für Ulrike Crespos fotografisches Schaffen unerschöpfliche Inspirationsquelle. Dabei hat sie die atemberaubende Vielfalt der Flora nicht einfach dokumentiert: Durch die experimentelle Entwicklung eigener Fotografietechniken gelangen ihr faszinierende künstlerische Blicke auf die Pflanzenwelt im Garten und im angrenzenden Meer.

Wohn- und Arbeitsräume

Über Glenkeen Garden verteilt befinden sich mehrere Gebäude, in denen die Artists in Residence wohnen und arbeiten können: zwei Gästehäuser mit Schlaf- und Arbeitsräumen sowie ein gesondertes Studio. Außerdem gibt es ein großes Glasgewächshaus mit Obst und Gemüse, aus dem sich die Gäste bedienen dürfen, sowie mehrere Garagen und kleine Hütten für die Gartengeräte. Das Gelände wird ganzjährig von einem Team von Gärtner:innen gepflegt und in seiner Gesamtanlage erhalten.