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„Wortmeldungen gesucht! Welche literarische Stimme trifft für Sie den Nerv der Zeit?“
Mit diesem Aufruf hat die Crespo Foundation ihr jüngstes Projekt gestartet:

WORTMELDUNGEN
Literarisch schreiben. Kritisch verorten.


Der mit 35.000 Euro dotierte neue Literaturpreis zeichnet deutschsprachige literarische Texte aus, die sich in ästhetisch und inhaltlich herausragender Weise mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

 „(…) die Literatur kann es sein, die der Gesellschaft ihre noch ungelösten Aufgaben stellt.“ Im Sinne dieses Zitats von Wolfgang Hilbig möchte WORTMELDUNGEN kritische Positionen zeitgenössischer AutorInnen würdigen und einen interdisziplinären Diskurs unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen anstoßen.

Literatur ist ein Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie gibt wichtige Impulse für eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die wegen ihrer Komplexität wortsensibel behandelt werden sollten. Dies gilt umso mehr in Zeiten des Populismus. Nicht zuletzt aus diesem Grund möchte die Crespo Foundation mit WORTMELDUNGEN literarisches Schreiben motivieren, das sich kritisch verortet.

„Welcher Text hat Sie neugierig gemacht? Welcher literarischen Position hätten Sie mehr Aufmerksamkeit gewünscht? Wo vermuten Sie noch verborgene literarische Schätze, die es jetzt zu bergen gilt?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen hat die Crespo Foundation VerlegerInnen, LektorInnen, AgentInnen sowie LiteraturkritikerInnen und -vermittlerInnen dazu eingeladen, bis Ende September 2017 Texte zu empfehlen und einzureichen.

Diese werden bis Ende November 2017 von einer prominent besetzten, siebenköpfigen Jury gemeinsam gesichtet und ausgewertet. Die Jurymitglieder stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten, vertreten sind u.a. die FAZ-Literaturkritikerin Sandra Kegel, die österreichische Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl, der Schweizer Literaturwissenschaftler Thomas Strässle, der Journalist Stephan Lebert von der ZEIT, Cornelia Koppetsch, Professorin am Institut für Soziologie an der TU Darmstadt sowie Elif Özmen, Professorin für Praktische Philosophie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Aus den eingereichten Vorschlägen wählt die Jury einen Text aus, der sich in herausragender Weise mit einem gesellschaftspolitisch „brennenden“ Thema unserer Zeit auseinandersetzt. Für seine/ihre exzellente literarische Position wird der/die AutorIn im Frühjahr 2018 im Schauspiel Frankfurt mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis ausgezeichnet. Im Anschluss lobt der/die PreisträgerIn eine Fragestellung aus, mit der ein Förderprogramm gestartet wird – der Förderpreis: WORTMELDUNGEN. Der Preis richtet sich an junge AutorInnen, die sich, inspiriert von der These des Preisträgers/der Preisträgerin, literarisch mit dessen/deren inhaltlicher Position auseinandersetzen und so den Diskurs zum jeweiligen Thema vorantreiben. Die Bewerbung für den Förderpreis: WORTMELDUNGEN erfolgt mit einem entsprechenden Kurztext – bis zu drei der GewinnerInnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von ingesamt 15.000 Euro.

Der Literaturpreis: 
WORTMELDUNGEN 
Literarisch schreiben. Kritisch verorten.

  • Eine siebenköpfige Jury wählt aus den eingereichten Vorschlägen einen Text aus, der sich ästhetisch wie inhaltlich in herausragender Weise mit einem gesellschaftspolitisch „brennenden“ Thema unserer Zeit auseinandersetzt.
  • Der/die AutorIn des ausgewählten Textes wird Ende November 2017 benachrichtigt und zu einer feierlichen Preisverleihung im Mai 2018 ins Schauspiel Frankfurt eingeladen.
  • Dort erhält er/sie den mit 35.000 Euro dotierten Literaturpreis und eine öffentliche Bühne, um seine/ihre Position im Austausch mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Ökonomie, Soziologie und Kultur vor Publikum zu diskutieren.
  • Seine/ihre literarische Position setzt damit einen Diskurs in Gang, der im Folgenden auch junge NachwuchsautorInnen entzünden soll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der Förderpreis:
WORTMELDUNGEN
Literarisch schreiben. Kritisch verorten.

  • Der/die TrägerIn des Literaturpreises formuliert im Zuge der Preisverleihung eine These oder Fragestellung, die ihn/sie weiterhin an dem von ihm/ihr behandelten Thema interessiert.
  • Diese These ist Ausgangspunkt für die Ausschreibung eines Förderprogramms für NachwuchsautorInnen, die Lust dazu haben, sich literarisch mit dem Thema und den inhaltlichen Positionen des Preisträgers/der Preisträgerin auseinanderzusetzen, Differenzierungen vorzunehmen, Positionen zu untermauern, oder ihnen zu widersprechen.
  • NachwuchsautorInnen können sich anschließend mit einem entsprechenden Kurztext (z.B. Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) für den Förderpreis bewerben.
  • Eine mit LiteraturkritikerInnen und dem/der PreisträgerIn besetzte Jury wählt bis zu drei Texte aus, deren AutorInnen eine Auszeichnung in Form eines Preises in Höhe von insgesamt 15.000 Euro für das Verfassen des entsprechenden Textes erhalten. Auch ein Online-Voting der LeserInnen über die WORTMELDUNGEN Website ist angedacht.
  • Parallel dazu werden ausgewählte Texte online veröffentlicht und können dort diskutiert werden.

>> Ausführliche Informationen über WORTMELDUNGEN finden Sie hier!

WORTMELDUNGEN wird bei der Crespo Foundation von Friederike Schönhuth betreut und koordiniert, die Ihnen für Fragen unter Telefon 069/2710795-18 oder per E-Mail an info@wortmeldungen.org gerne zur Verfügung steht.