TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen TELLUS

TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen

TELLUS ist das neueste Projekt der Crespo Foundation. Es wurde im August 2016 gestartet. Die Stiftung möchte damit einen Beitrag zur Integration junger Menschen mit Migrations- geschichte, insbesondere Flüchtlingen leisten. TELLUS richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, die als Seiteneinsteiger nicht mehr vom Regelschulsystem erfasst werden und denen nur ein kurzes Zeitfenster bleibt, um Deutsch zu lernen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Stiftung hat sie als besonders förderbedürftige Gruppe identifiziert.

Das Projekt ist eng verbunden mit dem Sprachförderprogramm InteA, das im Schuljahr 2015/16 von der Hessischen Landesregierung an Beruflichen Schulen aufgelegt wurde. In sogenannten InteA-Klassen sollen je 20 Jugendliche durch eine intensive Sprachförderung und allgemeinbildenden Unterricht in die Lage versetzt werden, auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Diese Aufgabe ist angesichts der heterogenen Zusammensetzung der Gruppen und sehr unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen eine große Herausforderung.

 

Um Lehrkräfte sowie SchulsozialarbeiterInnen zu unterstützen, baut die Crespo Foundation gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Frankfurt University of Applied Sciences ein Service Learning-Projekt auf. Studierende der relevanten Fachbereiche, etwa Lehramt oder Soziale Arbeit, unterstützen im Tandem die SchülerInnen und arbeiten eng mit den Fachkräften zusammen. Für die erste Runde kommen Studierende beider Hochschulen in neun Klassen an der Wilhelm-Merton-Schule zum Einsatz. Die Studierenden haben sich dafür beworben. Für ein Jahr engagieren sie sich rund elf Stunden pro Woche. Sie helfen im Unterricht, unterstützen und begleiten die Jugendlichen aber auch abseits der Schule, etwa beim Schreiben von Bewerbungen oder bei gemeinsamen Aktivitäten. Damit helfen sie den Jugendlichen, sich mit dem deutschen Schul- und Berufsbildungssystem auseinander zu setzen, eigene Perspektiven zu entwickeln und erste Kontakte herzustellen.

Die Studierenden werden in Schulungen auf den Umgang mit Menschen mit Fluchterfahrung und die damit verbundenen Anforderungen vorbereitet. Eine professionelle Supervision begleitet sie bei ihrer Arbeit. Zudem werden ihre Erfahrungen in Begleitseminaren an den jeweiligen Hochschulen besprochen. Auf diese Weise können sie die jeweils verlangten Pflichtpraktika absolvieren. Sie sammeln zudem didaktische und sozialpädagogische Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben. So wird das Projekt zu einem Gewinn für alle Beteiligten: die SchülerInnen, die Studierenden und die pädagogischen Fachkräfte.

TELLUS wird im ersten Projektjahr von der Goethe-Universität Frankfurt am Main einer wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Ziel des Projekts ist mittelfristig eine Ausweitung auf weitere InteA-Schulen in Frankfurt, langfristig auch darüber hinaus. Initiatorin von TELLUS ist die Crespo Foundation, die dabei eng mit der Albert und Barbara von Metzler-Stiftung, dem Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Wilhelm-Merton-Schule kooperiert. Begleitet und unterstützt wird das Projekt auch von der Heraeus Bildungsstiftung, der JPMorgan Chase Foundation und Starke Bande – Stiftung für Familientherapie und -hilfe. 

Für Fragen steht Jennifer Mina, Projektreferentin der Crespo-Foundation, unter Telefon 069/2710 79516 oder per E-Mail an jennifer.mina@crespo-foundation.de zur Verfügung.
Frau Mina ist selbst Sozialpädagogin mit einem Masterabschluss in psychosozialer Beratung und Recht.

Bewerberbogen

Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie möchten sich als Studierende/r aktiv in das Projekt einbringen? Dann füllen Sie dieses Bewerbungsformular aus und senden es an jennifer.mina@crespo-foundation.de

PDF Bewerberbogen