TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen TELLUS

TELLUS | miteinander lehren – voneinander lernen

Nach einer erfolgreichen einjährigen Pilotphase geht das Projekt TELLUS I miteinander lehren – voneinander lernen im Herbst 2017 in die nächste Runde. Neben der Wilhelm-Merton-Schule konnte die Crespo Foundation zwei weitere Frankfurter Berufliche Schulen für die Umsetzung des Programms gewinnen: die Gutenbergschule und die Philipp-Holzmann-Schule. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Integration junger Menschen mit Migrationsgeschichte, insbesondere Flüchtlingen.

TELLUS richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, die als Seiteneinsteiger nicht mehr vom Regelschulsystem erfasst werden und denen nur ein kurzes Zeitfenster bleibt, um Deutsch zu lernen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Stiftung hat sie als besonders förderbedürftige Gruppe identifiziert.

TELLUS ist eng verbunden mit dem Sprachförderprogramm InteA, das im Schuljahr 2015/16 von der Hessischen Landesregierung an Beruflichen Schulen aufgelegt wurde. In sogenannten InteA-Klassen sollen je 20 Jugendliche durch eine intensive Sprachförderung und allgemeinbildenden Unterricht in die Lage versetzt werden, auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Diese Aufgabe ist angesichts der heterogenen Zusammensetzung der Gruppen und sehr unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen eine große Herausforderung.

Um Lehrkräfte und Fachkräfte der Sozialpädagogik zu unterstützen, hat die Crespo Foundation im August 2016 gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Frankfurt University of Applied Sciences ein Service Learning-Projekt aufgebaut. Studierende der relevanten Fachbereiche, etwa Lehramt oder Soziale Arbeit, unterstützen in multiprofessionellen Teams die SchülerInnen und arbeiten eng mit den Fachkräften zusammen. 

Für die erste Runde kamen 14 Studierende beider Hochschulen in neun Klassen an der Wilhelm-Merton-Schule zum Einsatz. Ein Jahr lang engagierten sie sich rund elf Stunden pro Woche im Unterricht, aber auch außerhalb des Klassenzimmers. Sie unterstützten und begleiteten die Jugendlichen etwa beim Schreiben von Bewerbungen, bei Behördengängen oder gemeinsamen Aktivitäten. Damit halfen sie den SchülerInnen, sich mit dem deutschen Schul- und Berufsbildungssystem auseinander zu setzen, eigene Perspektiven zu entwickeln und erste Kontakte herzustellen. 

Im zweiten Projektjahr sind insgesamt 15 Studierende an drei Schulen in zehn Klassen mit von der Partie. Die Studierenden kommen wie bereits im Pilotjahr aus den Fachrichtungen Soziale Arbeit, Lehramt an Gymnasien, Erziehungswissenschaften und erstmals auch aus dem Fach Wirtschaftspädagogik. 

In Schulungen werden die Studierenden auf den Umgang mit Menschen mit Fluchterfahrung und die damit verbundenen Anforderungen vorbereitet. Eine professionelle Supervision begleitet sie bei ihrer Arbeit. Zudem werden ihre Erfahrungen in Begleitseminaren an den jeweiligen Hochschulen besprochen. Auf diese Weise können die Studierenden ihre jeweils verlangten Pflichtpraktika absolvieren. Darüber hinaus sammeln sie didaktische und sozialpädagogische Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben. So wird das Projekt zu einem Gewinn für alle Beteiligten: die SchülerInnen, die Studierenden und die pädagogischen Fachkräfte.

TELLUS wurde im ersten Projektjahr von der Goethe-Universität Frankfurt am Main einer wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Eines der Projektziele – nämlich eine Ausweitung auf weitere InteA-Schulen in Frankfurt – ist mit der Beteiligung der Gutenbergschule und der Philipp-Holzmann-Schule bereits erreicht. 

Initiatorin von TELLUS ist die Crespo Foundation, die dabei eng mit der Albert und Barbara von Metzler-Stiftung, dem Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Wilhelm-Merton-Schule kooperiert. Begleitet und unterstützt wird das Projekt auch von der Heraeus Bildungsstiftung, der JPMorgan Chase Foundation und Starke Bande – Stiftung für Familientherapie und -hilfe.

Unsere Freunde & Förderer

Wir danken Clifford Chance Deutschland LLP, Frankfurt, für die großzügige pro bono Beratung bei der Entwicklung und Durchführung von TELLUS. 

Für Fragen steht Jennifer Mina, Projektreferentin der Crespo-Foundation, unter Telefon 069/2710 79516 oder per E-Mail an jennifer.mina@crespo-foundation.de zur Verfügung. 
Frau Mina ist selbst Sozialpädagogin mit einem Masterabschluss in psychosozialer Beratung und Recht.  

Bewerberbogen

Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie möchten sich als Studierende/r aktiv in das Projekt einbringen? Dann füllen Sie dieses Bewerbungsformular aus und senden es an jennifer.mina@crespo-foundation.de

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