Zonta Club Aschaffenburg e.V. belegt zweiten Platz beim Unterfränkischen Integrationspreis

Für das Projekt „SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen“ ist ein Kooperationspartner der Crespo Foundation, der Zonta Club Aschaffenburg, von der unterfränkischen Regierung mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wird seit zehn Jahren an soziale Projekte verliehen, die sich erfolgreich mit Integration beschäftigen.

„Das ist eine großartige Anerkennung für uns“, sagte Susanne Paukens-Scheffner von Zonta anlässlich der Preisverleihung am 19. Oktober 2017 in der Alten Synagoge Kitzingen. Im Herbst 2014 hat der Verein das von der Crespo Foundation ins Leben gerufene Projekt „SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen“ nach Aschaffenburg geholt. Seitdem vergibt Zonta jährlich ein bis zwei Bildungsstipendien an Frauen mit Migrationshintergrund und unterstützt sie so dabei, ihren Schulabschluss nachzuholen.

Eine der Absolventinnen des Programms in Aschaffenburg ist die Eritreerin Semhar Tekie, die die Laudatio anlässlich der Preisverleihung hielt. Die alleinerziehende Mutter von drei Söhnen hat im Sommer 2016 ihren Qualifizierten Hauptschulabschluss nachgeholt und absolviert seitdem eine Ausbildung zur Köchin. „Das SABA-Stipendium war für mich der Schlüssel zum Erfolg“, so Tekie. 

Nach ihrer Ankunft in Deutschland vor mehr als zehn Jahren absolvierte die 48-Jährige zunächst erfolgreich einen Deutschkurs, doch schon bald musste sie feststellen: „Ohne einen Abschluss kann man sich hier kein gutes Leben aufbauen … Ich wollte eine Arbeit haben, von der ich und meine Kinder leben können!“ Diese Chance erhielt Tekie dank SABA und des Zonta Clubs Aschaffenburg. Wenn alles glatt läuft, hat sie in zwei Jahren ihren Gesellenbrief als Köchin in der Tasche.

Hauptpreisträger des Unterfränkischen Integrationspreises ist das Musikprojekt „Willkommen mit Musik“ des Würzburger Theaters am Neunerplatz. Hier werden im Rahmen einer „solidarischen Musikschule“ musikalische Freizeitaktivitäten und Unterricht in Flüchtlingseinrichtungen und an Schulen angeboten. Der dritte Preis ging an das Projekt „Integrationsturnen“ des Helferkreises für Asylbewerber und Flüchtlinge Ebenhausen. Bei dem Integrativen Sportprojekt turnen Kinder mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam.

Über SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen
Das Programm „SABA – Bildungsstipendien für Migrantinnen" wurde 2006 von der Crespo Foundation ins Leben gerufen. Kerngedanke ist es, Frauen durch Bildung zu stärken und ihnen einen Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg sowie den Einstieg in einen geeigneten Beruf zu ermöglichen. Seitdem vergibt die Stiftung jährlich 25 Stipendien an Migrantinnen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aus dem Rhein-Main-Gebiet.

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Foto: Von links nach rechts: Staatsministerin Emilia Müller (links), Susanne Paukens-Scheffner (Zonta Aschaffenburg e.V.), Semhar Tekie (SABA-Stipendiatin) und Regierungspräsident Paul Beinhofer (rechts)