TELLUS-„Pilotjahr“ an der Wilhelm-Merton Schule großer Erfolg

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung ist das „Pilotjahr“ des Projektes TELLUS I miteinander lehren – voneinander lernen am 28. Juni 2017 an der Wilhelm-Merton-Schule in Frankfurt zu Ende gegangen. Das Resümee: Die Einführung von TELLUS war ein großer Erfolg! Gemeinsam mit starken Partnern, darunter die Goethe-Universität Frankfurt, die University of Applied Sciences Frankfurt und der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V., hat die Crespo Foundation das Projekt im August 2016 ins Leben gerufen.

„TELLUS war für alle Beteiligten bereichernd“, brachte es Renate Lang, Leiterin des Arbeitsbereichs Jugendhilfe und Schule vom Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V., auf der Abschlussveranstaltung treffend auf den Punkt. Für die Studierenden der beiden Hochschulen sei TELLUS äußerst lehrreich gewesen, da diese bereits im Studium wertvolle Praxiserfahrung hätten sammeln können; für die SchülerInnen der InteA-Klassen der Wilhelm-Merton-Schule gewinnbringend – wie die überdurchschnittlich guten Abschlussnoten der Jugendlichen aus Ländern wie Afghanistan, Indonesien, Syrien und dem Iran belegten.

„Wir freuen uns schon jetzt auf die Weiterführung von TELLUS im nächsten Schuljahr“, sagte Daniela Kalb-Gloger, Lehrerin und Abteilungsleiterin für InteA an der Wilhelm-Merton-Schule. Die im Frankfurter Stadtteil Bornheim beheimatete Berufliche Schule ist Schwerpunktschule für das Landesprogramm InteA. In den sogenannten InteA-Klassen erhalten Jugendliche mit Migrationsgeschichte intensive Sprachförderung und allgemeinbildenden Unterricht, um anschließend auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt besser Fuß fassen zu können. Im Pilotjahr von TELLUS wurden sie dabei über ein gesamtes Schuljahr hinweg von Studierenden-Tandems aus verschiedenen Fachrichtungen unterstützt, die ihnen im Unterricht – aber auch außerhalb des Klassenzimmers, etwa bei Behördengängen oder Bewerbungen – mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die Abschlussfeier im Atrium der Wilhelm-Merton-Schule am 28. Juni bot viele Gründe zum Feiern: Insgesamt 14 Studierende bekamen vom Präsidenten der University of Applied Sciences Frankfurt, Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, sowie vom Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Holger Horz, ihr TELLUS-Zertifikat verliehen. Unter jubelndem Beifall nahmen darüber hinaus 21 SchülerInnen aus InteA-Klassen ihr Hauptschulabschlusszeugnis entgegen. Auch ihr deutsches Sprachdiplom mit B1-Niveau (DSD I PRO) hatten viele dieser SchülerInnen erreicht.

„Mit TELLUS leisten wir einen wichtigen Beitrag in punkto Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung“, sagte Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich. „Deshalb brauchen wir Kooperationen wie die mit der Crespo Foundation!“ Dem pflichtete auch Prof. Dr. Holger Horz bei, der TELLUS als gutes Beispiel für einen sinnvollen Umgang mit Migration bezeichnete. Den Mehrwert für die Studierenden sieht er vor allem darin, dass diese Dank TELLUS schon sehr früh lernen, sich auf andere Kulturen einzulassen, sich multidisziplinär auszurichten, interdisziplinär zu arbeiten und kontextsensibel zu sein. Kurzum: TELLUS als gute Referenz dafür, dass man in Zeiten steten Wandels etwas bewegen kann. „Da kommt es auf jeden/jede Einzelnen/Einzelne an!“, so Prof. Dr. Holger Horz. Auch die Crespo Foundation, Initiatorin des TELLUS-Projektes, zeigte sich mit der Einführung von TELLUS zufrieden: „Das Projekt stieß bei allen Kooperationspartnern von Anfang an auf große Offenheit und Begeisterung“, sagte Jennifer Mina, TELLUS-Projektreferentin bei der Crespo Foundation.

Nach den Sommerferien geht TELLUS in die nächste Runde: Im zweiten Projektjahr sind insgesamt 15 Studierende der University of Applied Sciences Frankfurt und der Goethe-Universität Frankfurt mit von der Partie. Die Studierenden kommen wie bereits im Pilotjahr aus den Fachrichtungen Soziale Arbeit, Lehramt an Gymnasien, Erziehungswissenschaften und erstmals auch aus dem Fach Wirtschaftspädagogik. Auch zwei neue Frankfurter Berufliche Schulen konnte die Stiftung für die Umsetzung des Programms gewinnen: Die Gutenbergschule und die Philipp-Holzmann-Schule.

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Foto: Jessica Schäfer