Jury für den neuen Literaturpreis WORTMELDUNGEN benannt

Seit dieser Woche ist sie benannt: Die prominent besetzte, siebenköpfige Jury des von der Crespo Foundation ausgelobten und mit 35.000 Euro dotierten Literaturpreises WORTMELDUNGEN – Literarisch schreiben. Kritisch verorten. Der neue Literaturpreis zeichnet herausragende kurze literarische Texte aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

Neben der renommierten deutschen Schauspielerin Nina Hoss und den Literaturkritikerinnen Sandra Kegel und Daniela Strigl bilden die Soziologin Cornelia Koppetsch, der Journalist Stephan Lebert, die Philosophin Elif Özmen sowie der Schweizer Literaturwissenschaftler Thomas Strässle die Jury des ersten WORTMELDUNGEN-Literaturpreises. 

Bis Ende November 2017 sichten diese sieben die eingereichten Beiträge und einigen sich auf einen Gewinnertext. Der/die PreisträgerIn wird am 5. Dezember 2017 verkündet, im Frühjahr 2018 wird er/sie im Schauspiel Frankfurt mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis ausgezeichnet. Im Anschluss daran wird ein Förderprogramm ausgeschrieben, das NachwuchsautorInnen dazu aufruft, sich literarisch mit dem Thema und den inhaltlichen Positionen des Preisträgers auseinanderzusetzen. Und sich mit einem kurzen Text für den Förderpreis zu bewerben. Die besten Texte können mit insgesamt 15.000 Euro auszeichnet werden. WORTMELDUNGEN soll ab 2018 jährlich verliehen werden.

Die Jury im Überblick:
Nina Hoss
 ist eine der renommiertesten deutschen Schauspielerinnen. Neben Engagements am Deutschen Theater und an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin ist sie auch in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen. Für ihre Hauptrolle im Kinofilm „Yella“ wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären ausgezeichnet. 

Sandra Kegel arbeitet als Literaturredakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ist Mitglied mehrerer Literaturjurys. Sie selbst hat den Ravensburger Medienpreis erhalten. 

Cornelia Koppetsch ist Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt. Sie forscht zu soziologischen Gegenwartsdiagnosen, Geschlechterverhältnissen, Sozialstrukturen und dem Thema Familie. Sie veröffentlichte mehrere Bücher, u.a. „Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist. Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten“ (Suhrkamp Verlag 2015). 

Stephan Lebert arbeitet als Reporter bei der ZEIT und leitet dort das Ressort „Investigativ“. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis. Er hat mehrere Bücher geschrieben, darunter „Denn Du trägst meinen Namen“ (Blessing Verlag 2000) über das schwere Erbe prominenter Nazi-Kinder. 

Elif Özmen ist Professorin für Praktische Philosophie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie publizierte u.a. „Politische Philosophie zur Einführung“ (Junius Verlag 2013) und „Über Menschliches. Anthropologie zwischen Natur und Utopie“ (Hg., Mentis 2016). 

Thomas Strässle ist Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und leitet das spartenübergreifende Y Institut für Transdisziplinarität an der Hochschule der Künste Bern. Zudem ist er Kritiker im „Literaturclub“ des Schweizer Fernsehens SRF. 

Daniela Strigl ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin. Seit 2007 lehrt sie am Institut für Germanistik der Universität Wien. Sie war Mitglied in verschiedenen Literaturjurys. Sie erhielt 2001 den Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik, 2007 den Max Kade-Essaypreis und 2013 den Alfred Kerr-Preis. 

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