Crespo Foundation ruft neuen Literaturpreis ins Leben

„WORTMELDUNGEN gesucht!“

Mit diesem Aufruf hat die Crespo Foundation Anfang Juli 2017 ihr jüngstes Projekt gestartet: Den Literaturpreis

WORTMELDUNGEN
Literarisch schreiben. Kritisch verorten.

Der mit 35.000 Euro dotierte Preis zeichnet deutschsprachige literarische Texte aus, die sich in herausragender Weise mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit beschäftigen.

„Mit dem neuen Literaturpreis möchten wir kritische Positionen zeitgenössischer AutorInnen würdigen und gleichzeitig einen interdisziplinären Diskurs unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen anstoßen“, so Friederike Schönhuth, die WORTMELDUNGEN bei der in Frankfurt ansässigen Crespo Foundation betreut und koordiniert. WORTMELDUNGEN will vor allem eines: literarisches Schreiben motivieren, das sich kritisch verortet.

„Welche literarische Stimme trifft für Sie den Nerv der Zeit? Welche literarische Position verdient mehr Aufmerksamkeit? Wo liegen noch verborgene literarische Schätze, die es zu bergen gilt?“

Mit diesen und ähnlichen Fragen hat die Crespo Foundation VerlegerInnen, LektorInnen, AgentInnen sowie LiteraturkritikerInnen und -vermittlerInnen dazu eingeladen, bis Ende September 2017 Texte zu empfehlen und einzureichen. Dies können Essays, Reden, kurze Prosatexte oder Erzählungen sein. Dramatische Texte und Lyrik sowie ausschließlich journalistische Texte hingegen sind von der Bewerbung ausgeschlossen.

Bis Ende November 2017 werden die eingereichten Texte von einer prominent besetzten, siebenköpfigen Jury gemeinsam gesichtet und ausgewertet. Die Jurymitglieder stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten, vertreten sind u.a. die FAZ-Literaturkritikerin Sandra Kegel, die österreichische Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl, der schweizerische Literaturwissenschaftler Thomas Strässle, Sighard Neckel, Professor für Gesellschaftsanalyse und Sozialen Wandel an der Universität Hamburg sowie Elif Özmen, Professorin für Praktische Philosophie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. 

Aus den eingereichten Vorschlägen wählt die Jury einen Text aus, der sich in herausragender Weise mit einem gesellschaftspolitisch „brennenden“ Thema unserer Zeit auseinandersetzt. Für seine/ihre exzellente literarische Position wird der/die AutorIn im Mai 2018 im Schauspiel Frankfurt mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis ausgezeichnet. Mehr noch: Er/sie erhält dort eine öffentliche Bühne, um seine/ihre Position im Austausch mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Ökonomie, Soziologie und Kultur vor Publikum zu diskutieren. 

Im Anschluss formuliert der/die PreisträgerIn eine Fragestellung oder eine These, mit der ein Förderprogramm gestartet wird – der Förderpreis: WORTMELDUNGEN. Der Förderpreis richtet sich an junge NachwuchsautorInnen, die sich, inspiriert von der Fragestellung/These des Preisträgers/der Preisträgerin, literarisch mit dessen/deren inhaltlicher Position auseinandersetzen und so den Diskurs zum jeweiligen Thema vorantreiben möchten. Die Bewerbung für den Förderpreis: WORTMELDUNGEN erfolgt mit einem entsprechenden Kurztext – bis zu drei PreisträgerInnen teilen sich ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro.

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