Jasmin – zwischen Traum und Trauma

Das Projekt Jasmin – zwischen Traum und Trauma ist eine direkte Reaktion auf die Flüchtlingskrise 2014-15. Zielgruppe sind schwangere Frauen und Mütter mit kleinen Kindern, die unter traumatisierenden Umständen aus Kriegsgebieten nach Deutschland geflohen sind und in Frankfurt ihre Unterkunft haben.

Über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren werden die Mütter mit Hilfe von wöchentlichen, psychoanalytisch orientierten Gruppensitzungen mental gestärkt, damit sie erlittene Traumata nicht an ihre Kinder weitergeben. Dabei wird auch beobachtet, inwiefern die Kinder gefördert werden müssen, damit sie sich emotional und kognitiv gut entwickeln können. 

Hinzu kommen Einzelkontakte: Mitarbeiterinnen, die vom Anna-Freud-Institut eigens für den Umgang mit traumatisierten Menschen geschult wurden, gehen aktiv auf die Frauen zu, machen Hausbesuche in der Familie, besuchen die Frau in der Klinik nach der Entbindung und halten Kontakt, bis das Kind in den Kindergarten kommt.

Jasmin – zwischen Traum und Trauma entstand aus dem Vorgängerprojekt Erste Schritte, das sich an junge Mütter richtete, die erst seit kurzem in Deutschland leben. Initiator ist der Verein Anna-Freud-Institut für analytische Kinder- und Jugend-Psychotherapie in Hessen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Sigmund-Freud-Institut. Träger ist die AWO Perspektiven gGmbH. Die Crespo Foundation fördert das Projekt gemeinsam mit der Aktion Mensch und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Fragen beantwortet Claudia Burkhardt-Mußmann vom Verein Anna-Freud-Institut, die fachliche Leiterin des Projekts, unter Telefon 069/434282 oder per E-Mail an b.mussmann@ikjp.de