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»Mit der Crespo Foundation möchte ich dazu beitragen, dass Menschen Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten aufbauen, Kreativität entwickeln und ihre Potentiale entfalten. Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die sich mit Mut und Engagement den Herausforderungen ihres Lebens stellen, um es selbst zu gestalten. Ich lege großen Wert auf eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung. In vielen unserer Projekte spielt darum auch der aktive Umgang mit Kunst und Kultur eine wichtige Rolle. Neben der Förderung besonderer Begabungen sehen wir unsere Aufgabe auch darin, die Geförderten zur Übernahme von Verantwortung zu motivieren. Mit diesem Anspruch begleitet die Crespo Foundation heranwachsende Persönlichkeiten in den entscheidenden Phasen ihrer Entwicklung.« Ulrike Crespo




"Diesen Beruf wählt man bewusst..."

Nina Schwarzweller, Unternehmensberaterin und im vergangenen Jahr Mentorin unserer Stipendiatin Maymuuna, hat letzte Woche im Rahmen von SABA eine Infoveranstaltung zu Berufen im sozialpädagogischen Bereich (>>> Soziale Arbeit) durchgeführt.

"Die Idee dazu kam über das Interesse von Maymuuna", so Schwarzweller im Vorfeld. "Bislang weiß sie aber noch gar nicht so genau, was dieses Berufsfeld im Detail hier in Deutschland beinhaltet. Auch andere SABA-Stipendiatinnen möchten in diesem Bereich arbeiten, einige auch ohne die Hintergründe wirklich zu kennen. Als uns das klar wurde, haben wir beschlossen, diese Veranstaltung zu machen. Ich habe dazu zwei Bekannte eingeladen."

Schwarzwellers Gäste boten unseren Stipendiatinnen einen spannenden Einblick in ihre Arbeitsfelder. "Es waren sehr offene Gespräche", berichtet >>> Jennifer Mina, Projektreferentin bei SABA. "Unsere Frauen konnten sich ein gutes Bild machen, beispielsweise über die Arbeit in einem Jugendzentrum, oder über eine Tätigkeit als Familienhelferin für das Jugendamt."
Warum aber interessieren sich unsere Stipendiatinnen so sehr für die sozialpädagogischen Bereiche? Schon beim Erstgespräch für das Stipendium kommt dieser Berufswunsch bei vielen Bewerberinnen zur Sprache. Laut Jennifer Mina hat das ganz vielfältige Gründe: "Die Frauen finden Arbeitsfelder spannend, die einem viel geben können, in denen man sich wirklich einbringen und ein Vorbild sein kann. So einen Beruf macht man nicht, um reich zu werden. Den wählt man bewusst, weil man Menschen unterstützen will."
Die Infoveranstaltung konnte zudem auch einen besonderen Zweifel ausräumen, der im Raum stand - einige der Frauen hatten die Befürchtung, sie könnten für diese Ausbildung bereits zu alt sein. "Am Ende des Abends waren sie aber beruhigt", so Mina. "Im Bereich Soziale Arbeit sind Reife, Lebenserfahrung und Durchsetzungsfähigkeit erwünscht. Da ist es durchaus von Vorteil, wenn man vor der Ausbildung schon ein bisschen etwas in seinem Leben gemacht hat."

An dieser Stelle ein herzlicher Dank an Nina Schwarzweller - und an die vielen anderen Mentorinnen, die unsere Stipendiatinnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit mit ihrer eigenen Lebens- und Berufserfahrung unterstützen!



Die Literaturwerkstatt Berlin heißt jetzt Haus für Poesie!

Der Festakt des 12. Septembers 2016 im Berliner Roten Rathaus

"Es gibt Grenzen. - Aber stimmt das?" fragte der hochdekorierte Dichter >>> Oswald Egger und nahm damit eine Frage auf, die auch wir immer stellen - wenn auch in anderem, weniger poetischem als mehr sozialem Zusammenhang. Aber gehört eines nicht unabdingbar zum anderen?
So setzte Oswald Egger denn auch fort: "Hat alles angefangen damit, dass es Grenzen gibt? Aber das deutsche Wort Grenze ist ein Lehnwort aus dem Slawischen. Dort meint das Wort granitza (idg. spitz, hervorstechen) - wortwörtlich Eiche (...)."
Womit zumindest in der Sprache schon einmal gezeigt ist, wie durchlässig die Grenzen sind und wie abhängig voneinander und aufeinander bezogen unser aller Kulturen. In Wirklichkeit gibt es "das Fremde" nicht. Umso nachdrücklicher unsere Arbeit.

Durch den >>> open mike sind wir mit der Literaturwerkstatt Berlin seit langem verbunden. Immer wieder haben wir ihn hier in den Fokus gestellt, immer wieder an seiner künstlerischen Arbeit teilgenommen und sie gefördert. Da möchten wir der frisch in >>> "Haus für Poesie" umbenannten Literaturwerkstatt auch unsererseits ganz herzlich gratulieren und unsere Achtung für die Arbeit ausdrücken, die dort geleistet wird.

Es war in der Tat ein Festakt, diese Zusammenkunft am frühen Abend des 12. Septembers! Gäste aus vielen Städten waren angereist, auch aus Frankfurt am Main, so der Leiter der Romanfabrik, >>> Michael Hohmann, und viele Dichterinnen und Dichter gaben sich die Hand.

Die Einleitungs- und Begrüßungsworte gab kein geringerer als Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller - und dies, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch im Endspurt des Wahlkampfs. Oswald Egger hielt die Erste Berliner Rede zur Poesie, aus der wir oben zitiert haben. Ihr werden nun jährlich weitere folgen - diese erste ist im >>> Wallstein Verlag bereits als Büchlein erschienen.
Es sprach aber selbstverständlich auch der Leiter der Literaturwerkstatt, nunmehr Hauses für Poesie, >>> Thomas Wohlfahrt: "Alle Sprachkritik bemängelt Fehler im politischen System", sagte er in seiner Darstellungsrede.
Worauf wir antworten: "Die sprachlichen Fähigkeiten zu fördern, auszuweiten und zu verbreiten, trägt dazu bei, diese Fehler zu beheben."
Genau das ist unsere Zielsetzung. Nicht nur die sprachlichen, selbstverständlich, sondern die künstlerischen insgesamt. Denn Künste und Persönlichkeitsbildung sind nur verschiedene Seiten desselben Prozesses auf dem Weg in eine freie und gerechte Gesellschaft. Keine Demokratie ohne Emanzipation. Und keine Emanzipation ohne das Fremde als ein eigenes Vertrautes. Fremd oder Nichtfremd sind bedingte Perspektiven...



Foto:

N. Schwarzweller und Maymuuna
Foto ©Nina Werth

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