Wir stärken die Strukturen, in denen Kinder und Jugendliche ihre kreativen Potenziale entdecken und entwickeln.

Jedes Kind hat kreative Potenziale. Um sie zu entfalten, bedarf es von klein auf einer spezifischen pädagogischen Begleitung. Nur bis zum neunten Lebensjahr, sagen Bildungsforscher, kann zum Beispiel eine musikalische Begabung reifen. Trotzdem spielen ästhetische Bildungsangebote in Kitas und Grundschulen oft nur eine untergeordnete Rolle. Eine Ursache dafür ist, dass in der Ausbildung von Pädagogen nicht genug für den Erwerb der erforderlichen Kompetenzen getan wird. Die Crespo Foundation macht es sich zur Aufgabe, Defizite klar zu benennen und neue Wege aufzuzeigen. Mit ihren Programmen, die sie zusammen mit hochqualifizierten Partnern entwickelt und umsetzt, unterstützt sie engagierte Pädagogen dabei, der Kreativität der Kinder gerecht zu werden.

„Die Stiftung stellt im eigentlichen Sinne des humanistischen Bildungsideals den Menschen und seine Potenziale in den Mittelpunkt und verweigert sich der ökonomischen Logik.“

In den deutschen Bildungsdebatten der vergangenen 15 Jahre kehrt unabhängig von politischer Couleur und Bundesland ein Grundmuster immer wieder: Ein Land ohne Rohstoffe müsse in seine Köpfe investieren und die von der Globalisierung beförderte Konkurrenz mit Fernost damit beantworten, immer mehr Menschen eines Jahrgangs durch Abitur und Studium zu pressen. Anders gesagt: Das Land Goethes soll die Bildung seiner Bürger an volkswirtschaftlichen Erwägungen ausrichten. Meiner Ansicht nach beschreiten wir damit einen fatalen Irrweg.

Ergebnis von alldem ist nicht eine bessere Bildung für viele, sondern die Entwertung der Bildung für den Einzelnen. Oder wer glaubt ernsthaft, dass eine Gesellschaft gebildeter ist, nur weil über 40 Prozent eines Jahrgangs zum Abitur, Fachabitur und dann später in sechs Semestern zum Bachelor durchgewunken werden? Wir erweisen uns einen Bärendienst, denn die kreativen Potenziale Einzelner, die eine Gesellschaft wirklich voranbringen können, werden in diesem System der Gleichmacherei immer seltener entdeckt und gefördert.

Akteure wie die Crespo Foundation, die sich um die Korrektur dieser Fehlentwicklungen bemühen, sind ein seltener Lichtblick. Die Stiftung stellt im eigentlichen Sinne des humanistischen Bildungsideals den Menschen und seine Potenziale in den Mittelpunkt und verweigert sich der ökonomischen Logik. Mit ihren Programmen zur Förderung der Ästhetischen Bildung bei Kindern und Jugendlichen widmet sich die Crespo Foundation einem besonders vernachlässigten Feld. Ich möchte Sie ermutigen, in einer Zeit, in der das Geistige zunehmend unter ökonomischen Rechtfertigungsdruck gerät, nicht nachzulassen, seinen immateriellen Wert zu betonen. Den Wert des Wahren, Schönen, Guten.