Auch 2011 bot das Sprachförderprogramm >>> DeutschSommer Drittklässlern wieder eine intensive Deutschförderung zu Beginn der Ferien, doch dieses Jahr war etwas anders: Erstmalig engagierte sich Primacanta bei diesem Projekt! Drei unserer Primacanta-Coaches begleiteten die Aktivitäten des DeutschSommers, um die Kinder für das Singen zu begeistern und ihre Singkompetenz weiter zu entwickeln.

Liebe Anne Rumpf, Sie sind Primacanta-Lehrerin an der Henri-Dunand-Grundschule in Sossenheim. Wie war sie denn, Ihre erste Zusammenarbeit als Coach mit dem DeutschSommer? Hatten Sie ein festes Konzept?
Anne Rumpf: Nein, dieses Jahr noch nicht - wir wollten erst einmal Erfahrungen sammeln. Gerade sind wir in der Auswertungsphase... 
Hat Singen eigentlich etwas mit dem Selbstverständnis für die deutsche Sprache zu tun?
Anne Rumpf: Oh ja, sehr viel! Natürlich singen wir in allererster Linie um des Singens und der Musik willen mit den Kindern, darüber hinaus können aber auch ganz viele Sprachinhalte vermittelt werden. Musik in Verbindung mit Text, das ist multifaktorielles Lernen - die Kinder merken sich Inhalte besser und verankern sie auch langfristiger. Das Singen motiviert sie, sich unbefangen einzulassen. Und die Sprachspiele! Es gibt viele Kinderlieder, die den spielerischen Umgang mit Worten, Sätzen, Redewendungen anregen. Sagt Ihnen der aufbauende Musikunterricht etwas?
Natürlich! Da er die Basis für die Primacanta-Fortbildung ist, steht eine Kurzbeschreibung >>> hier auf unserer Homepage.
Anne Rumpf: Er ermöglicht es Kindern, sich ausgehend vom Singen mit Musikkultur auseinanderzusetzen. Das ist pädagogisch ein Erfolg, macht den Kindern aber auch einfach sehr viel Spaß.
Inwieweit hat sich das Singen in die drei DeutschSommer-Schwerpunkte Sprache/Theater/Freizeit integriert? Gab es gemeinsame Aktivitäten?
Anne Rumpf: Das war von Standort zu Standort unterschiedlich. Der DeutschSommer ist ja sehr komplex. Da gibt es vormittags feste Gruppen, die von einer Deutsch-als-Zweitsprache- Lehrkraft und einer Theaterpädagogin betreut werden. Mit denen habe ich zusammengearbeitet. Das lief sehr gut, denn das Singen knüpfte nahtlos an das Angebot der Deutschlehrerin an und die Theaterpädagogin konnte die Musik in ihre Stücke integrieren. Ingesamt fiel den Kindern in der eher schulischen Struktur an den Vormittagen das Mitmachen leichter als nachmittags.
255 teilnehmende Kinder – eine stattliche Zahl. Wie groß darf eine Gruppe sein, mit der Sie konstruktiv arbeiten können?
Anne Rumpf: Wir hatten immer zwischen 16 und 19 Kindern, das war in Ordnung. Meine Arbeit wirft ja Prozesse an, dafür brauche ich stabile Gruppen. Die Kinder untereinander sollten soweit miteinander zurechtkommen, dass sie sich auf das Singen konzentrieren können. Wenn da zuviel Unruhe untereinander herrscht, können sie Sachverhalten einfach nicht folgen, sind abgelenkt. Deswegen klappte das an den Vormittagen mit einer vertrauten schulischen Struktur bisher besser als nachmittags in den Workshops.
Wie reagieren die Kinder denn auf das Singen?
Anne Rumpf:
Die finden’s klasse, die mögen das! Musik ist ja kein pädagogisches Vehikel, sondern wirkt auch einfach als solche.
Ermutigen Sie sie, auch später in ihren Klassen von ihren Erfahrungen zu erzählen?
Anne Rumpf:
Viele von ihnen sind ja Primacanta-Kinder, die kennen das schon.  Aber wir haben auch den DeutschSommer-Hit, den wir den Kindern mitgebracht haben! Alle haben wir ihn gelernt und mit Begeisterung gesungen! Den nehmen die Kinder ganz bestimmt mit in ihre Klassen.
Werden Sie auch nächsten Sommer wieder mitmachen?
Anne Rumpf:
Ja klar! Dann wird es ja richtig spannend, weil wir viel genauer wissen, wie wir arbeiten können innerhalb dieses Projekts. Ich freue mich schon sehr darauf.


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